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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

17. Oktober 2017 | 20:51 Uhr

Viel Geschafft : Bald in neuer Gemeinde Ganzlin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Wendisch Priborn lud zum letzten Neujahrsempfang ein. Bürgermeister Klaus Fengler erinnerte an Erfolge der letzten Jahre und gab einen Ausblick. Im Mai fusioniert Wendisch Priborn mit zwei Nachbargemeinden zur Großgemeinde Ganzlin.

Am Sonntag fand im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus der letzte Neujahrsempfang der Gemeinde Wendisch Priborn statt, denn zum 25. Mai geht sie zusammen mit den Gemeinden Buchberg und Ganzlin in die neue Großgemeinde Ganzlin auf, die dann rund 1500 Einwohner haben wird. Bürgermeister Klaus Fengler rief dazu auf, sich als Kandidat für die Wahl zur neuen Gemeindevertretung am 25. Mai, wenn die elf Gemeindevertreter und der Bürgermeister gewählt werden, zur Verfügung zu stellen, damit die Interessen von Wendisch Priborn gewahrt bleiben. Amtsvorsteher Paul Schulz warb ebenfalls für die Ausgestaltung der neuen Gemeinde: „Im Dreierbund wird es möglich sein, die neuen Aufgaben zu lösen. Die eigentliche Arbeit fängt nach dem 25. Mai erst an, denn die Gemeindevertretung ist auf die Mitarbeit der Bevölkerung angewiesen, wir brauchen Eigeninitiative in den Dörfern.“ Er wünschte allen ein gesundes neues Jahr.

Dem schloss sich Pastorin Verena Häggberg an: „Schauen wir nach vorn in die Zukunft und wenden uns beherzt dem Neuen zu.“ Mit einem Glas Sekt wurde gemeinsam auf das Jahr 2014 und die neue Gemeinde angestoßen.

Umrahmt von den Klängen der Jagdhornbläser und dem Mandolinenchor zog Fengler eine Bilanz der letzten Jahre: „Alles, was wir in der Vergangenheit realisiert haben, ist uns nur mit tatkräftiger Unterstützung aller Einwohner unseres Dorfes gelungen.“ Im Sommer 2006 fand ein Chor-Benefizkonzert für die neue Bestuhlung der Kirche statt. 4000 Euro für 50 Stühle war das Ergebnis. Viele junge Menschen waren dabei, Instrumentalschüler von Prof. Adelheid Geck, Musikschüler von Heide Klonz, natürlich auch die Meyenburger Chöre, zahlreiche Helfer aus der Gemeinde, wie die Fußballer. Die Aalberts KG stellte umsonst die große Auftrittsbühne. „Wir haben damit zum wiederholten Male den Beweis angetreten, wenn alle mitmachen, kann im Dort viel bewegt werden, was allen Spaß macht und der Gemeinde kein Geld kostet, nur ein mehrmaliges Dankeschön.“

Im Mai 2007 ging es weiter: 120 Akteure und 400 Zuschauer engagierten sich für die Rekonstruktion des Altars, nun muss der Kirchturm dringend saniert werden. Im Herbst 2007 startete nach 20-jähriger Ruhe wieder ein großes Erntefest mit 25 Erntewagen. Jeder, der im Dorf einen Traktor hatte, beteiligte sich.
2008 feiere die Feuerwehr ihr 85-jähriges Bestehen. Die marode Arztstation und die alte Bäckerei Stolz in der Mittelstraße wurden abgerissen. Das Ergebnis - eine breite Straße und freier Blick zum Dorfplatz sowie ein Blumenmeer im Sommer und ein neuer Bürgersteig. „Auf einer sauberen Fläche und vor allem dort, wo gepflegter Rasen ist und Blumen blühen, wird in der Regel nichts abgelagert. Ein guter Hingucker in unserer Gemeinde ist der Dorfplatz und die Fläche am Dorfgemeinschaftshaus sowie diverse private Grundstücke“, freute sich der Bürgermeister. „Positiv in unsere Gemeinde ist, wenn die Einwohner angesprochen werden, sind sie auch stets bereit zu helfen.“

2008 begann die Rekonstruktion des Dorfgemeinschaftshauses. Nach dem Saalabriss wurden Malerarbeiten und Fußbodenlegen in Feierabendtätigkeit durch Jürgen Necker, Manfred Habermann und Frank Schubert erledigt. Ronny Kotsch setzte einen neuen Ofen. Ein Heimattreffen mit über 200 Gästen fand in der gerade neu eröffneten Gaststätte statt. Im Frühjahr 2009 wurden an der Straße nach Tönchow und am Weg nach Liebhof 95 Alleebäume gepflanzt. Fengler verwies auf das Frühlingssingen in der Kirche mit dem Chor des Plauer Heimatvereins, dem Meyenburger Frauenchor und dem Wendisch Priborner Chor.

Jedes Jahr im November wird der Volkstrauertag durchgeführt, was Frau Lietzow initiiert hatte. Im November 2009 konnte die rekonstruierte Straße nach Tönchow eingeweiht werden.

2010 zeigte die Feuerwehr beim Amtsausscheid die beste Leistung. Das Trafohäuschen bekam mit der Storchendarstellung durch Sebastian Volgmann eine ansprechende Farbgebung. 2011 wurde der 2. Bauabschnitt am Dorfgemeinschaftshaus vollzogen. „Dass unser Dorf Zuspruch hat, ist nachweisbar durch den Zuzug junger Familien. Es ist doch erfreulich, wenn im zurückliegenden Jahr ein Junge und sechs Mädchen in unserer Gemeinde geboren wurden und wir unsere Einwohnerzahl seit einigen Jahren konstant bei 445 halten können.“

Das Dorffest ist alljährlich der kulturelle Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben. „Bei der Vorbereitung und Organisation leistet der Kulturausschuss eine tolle Arbeit. Besonders hervorzuheben sind immer wieder neue Aktivitäten von Einwohnern unseres Dorfes“, so Klaus Fengler. „Wir haben bewiesen, wenn bestimmte Dinge von unseren eigenen Leuten vorgetragen werden, haben sie besonders hohen Anklang bei den Besuchern, wie etwa die Wendisch- Priborner Spaßchaoten, der Gemischte Chor mit seiner Mandolinengruppe, die Modenschau oder Kindergruppen. Mit der einleitenden Fahrradtour durchs Dorf führen wir in Wendisch Priborn etwas durch, was es in anderen Gemeinden in dieser Form nicht gibt. Großes Lob für alle Beteiligten.“ Fengler verwies auch auf die von Horst Seehafer organisierte Kremserfahrt. Alle zwei Jahre findet das Grenzsingen an der Grenze zwischen Mecklenburg und Brandenburg statt. In diesem Jahr wird es am 14. Juni sein. „Was uns allen viel Spaß macht, sind auch die kleinen Veranstaltungen, wie Winterfest auf dem Sportplatz, Maibaumaufstellen, Kindertag, Herbstfeuer, Osterfeuer, Drachenfest.“

Der Ortsteil Tönchow erhielt 2012 Wasser aus der zentralen Versorgung. Die Leitung in der Mittelstraße wurde um 50 Zentimeter tiefer gelegt und es gab neue Hausanschlüsse. „2012 pflanzten wir beim Arbeitseinsatz zirka 60 Fliedersträucher an der Straße nach Meyenburg und auf Gemeindeflächen im Dorf. Somit kommen wir unser Ziel, ein Fliederdorf zu werden, etwas näher.“ Fengler schloss seine Bilanz mit der Bitte um weitere Mitwirkung zum Wohle der ganzen Gemeinde. Er wünschte allen Einwohnern alles Gute für das begonnene Jahr.







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