Nicht entmutigt : Bahn-Protest: „Jetzt erst recht!“

Zur jüngsten Demonstration vor dem Landtag waren auch Behinderte gekommen, die ebenfalls die Bahn als für sie ideales Verkehrsmittel ansehen.
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Zur jüngsten Demonstration vor dem Landtag waren auch Behinderte gekommen, die ebenfalls die Bahn als für sie ideales Verkehrsmittel ansehen.

Die Bürgerinitiative „ProSchiene“ setzt sich weiterhin dafür ein, dass der Zug ab 2015 auch noch zwischen Parchim und Malchow fährt. Heute Abend wird wieder an Bahnhöfen demonstriert.

svz.de von
27. März 2014, 22:00 Uhr

Auch heute von 17 bis 19 Uhr findet wie schon seit längerer Zeit am letzten Freitag im Monat erneut eine Demonstration im Rahmen der Aktion „Rote Laterne“ auf den Bahnhöfen entlang der Südbahn statt. Neben Passow und Gallin ist Lübz in unserem Bereich Haupttreffpunkt.

Ins Leben gerufen hat den Protest die Bürgerinitiative (BI) „ProSchiene Hagenow – Neustrelitz“. Sie wendet sich gegen den Plan, ab 2015 zwischen Parchim und Malchow statt Zügen nur noch Busse verkehren zu lassen.

Beim jüngsten in Parchim geführten Gespräch zur Zukunft der Südbahn hatten sich die Vertreter der kommunalen Seite, von Bürgerbewegungen und der Landesregierung entzweit (wir berichteten). Für Ärger sorgte unter anderem die Ankündigung des Landes, genannten Abschnitt definitiv von der Ausschreibung für Zugverkehr auszuschließen. Die BI hatte daraufhin geäußert, dass alle Gesprächstermine offensichtlich „nur Show“ gewesen seien.

„Wir machen weiter – jetzt erst recht!“, sagt Clemens Russell, Sprecher der BI „ProSchiene“. Neu sei, dass die Kritiker ihren Blick jetzt auch auf die Kreistagsebene fokussieren möchten: „Wir werden unsere Einstellung, ob wir mit solcher Politik einverstanden sind oder nicht, deutlich zum Ausdruck bringen. Wie wir gemerkt haben, ist es an vielen Stellen nicht richtig gelaufen.“

Die Landesregierung erinnere man jeden Monat daran, dass sie gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit und der Kommunalpolitiker in der betroffenen Region agiert. Nach Auffassung der BI hätten beispielsweise an den Beratungen mit der Landesregierung von Anfang an auch ihre Vertreter einbezogen werden müssen, was jedoch nicht geschehen sei.

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