Stuer : Bärin eingeschläfert

Bärin Susi musste eingeschläfert werden.
Bärin Susi musste eingeschläfert werden.

Abschied von 37-jährigem Tier genommen

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26. März 2018, 21:00 Uhr

Die Tierpfleger im Bärenwald Müritz bei Stuer haben Abschied von der 37-jährigen Bärin Susi genommen. Sie starb nach kurzer Krankheit an Nierenversagen, informiert die Tierschutzstiftung „Vier Pfoten“.

Die ruhige Bärin hatte einen besonderen Bezug zu ihren langjährigen Tierpflegerinnen und war sehr auf sie geprägt. Susi lebte bereits seit elf Jahren in dem Bärenwald und war die älteste Bewohnerin des Schutzzentrums, das von der internationalen Tierschutzstiftung „Vier Pfoten“ betrieben wird.

Auch Cheftierpflegerin Sabine Steinmeier zeigt sich betroffen: „Die Untersuchungen zeigten, dass die Nieren versagten und wir mussten die traurige Entscheidung treffen, Susi einzuschläfern. Es ist gut zu wissen, dass sie noch elf wunderschöne Jahre im Bärenwald verbringen konnte. Als sie zu uns kam, war sie schon ein alter Bär und hat mit ihrem langen Leben bewiesen, dass man auch einen alten Bären umsiedeln kann. Wir haben einen besonders wichtigen Bewohner verloren.“

„Vier Pfoten“ brachte Susi 2007 in den Bärenwald, um ihr hier ein neues Zuhause zu geben. Davor lebte sie in sehr beengten und ausgesprochen schlechten Verhältnissen im Stadtzwinger in Merseburg. Mit nur rund 320 Quadratmetern war dort eine artgerechte Haltung unmöglich. Im Bärenwald Müritz hingegen konnte sie in ihrem etwa zwei Hektar großen Gehege ihr natürliches Verhalten ausleben und hatte zahlreiche Möglichkeiten, sich zurückzuziehen, Höhlen zu graben und im Teich zu baden. So konnte sie nach Angaben der Tierschützer in ihren letzten elf Lebensjahren ihre natürlichen Instinkte wiederentdecken und ein bärengerechtes Leben führen.

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