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LKW-Verkehr in Plau am See : B 103: Schwerin soll mit ins Boot

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Sperrung der A19 Brücke bei Malchow bringt mehr Lkw-Verkehr nach Plau / Anrainer der Umleitungsstrecke schalten Verkehrsministerium ein

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erstellt am 08.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Dienstag  letzter Woche  wurde auf  der A 19 die Petersdorfer Brücke  bei Malchow  für Fahrzeuge ab 7,5 t gesperrt. Am Dienstag  wurde die Sperrung  auf 3,5 t ausgeweitet. Gestern  nun  war wegen der festgestellten Schäden bereits  von Vollsperrung die Rede.   Umgeleitet  wird  in Richtung Norden  über B 103/B198 und B192  über  Plau am See, Stuer bzw. Alt Schwerin.  Voraussichtlich bis Herbst, ließ das Verkehrsministerium in Schwerin verlauten.

Für  die Touristenhochburg Plau ist das  – knapp einen Monat vor Beginn der Urlaubssaison und  keine drei  Monate  vor  den Sommerferien –  die Hiobsbotschaft schlechthin. „Wir spüren  die  Zunahme des Lkw-Verkehrs sehr deutlich“,  erklärte  Plaus Bürgermeister Norbert Reier gestern gegenüber SVZ.    Dabei seien momentan    noch  kaum  Erntefahrzeuge und  Touristenautos auf den Straßen. Die Verkehrsdichte mit  Staus und   Verkehrslärm käme erst noch. In der Haupturlaubssaison. 

„Das ist wie  mit dem Eisberg. Wir sehen ihn schon  und müssen  zusehen, dass wir  ihn umschiffen“,  bringt  Reier die Situation auf den Punkt.  Und das Ausweichmanöver hat begonnen:  Am Dienstag  berieten sich  Plaus Bürgermeister  und Tourist-Info-Geschäftsführer Michael Wufka mit Vertretern der Tourismusverbände MV, Mecklenburgische Seenplatte  und Mecklenburg-Schwerin, der Wirtschaftsförderung des Landkreises, der Verkehrsvereine Plau  und Malchow und der Stadt Malchow. „Einig sind wir uns, dass  es kurzfristig   sicher keine andere Möglichkeit geben wird.  Einig sind wir   uns aber auch  darin, dass wir   nicht die  Lösung  für die nächsten drei Jahre sein können.“ Drei Jahre  ist die voraussichtliche Dauer   der Brückensanierung.

Da weder Autobahnen noch Bundesstraßen in die Zuständigkeit  der Kommen  fallen,   bemühen  sich  die Beteiligten    jetzt um einen  kurzfristigen Termin  beim Verkehrsministerium in Schwerin. „Wir werden  unsere Situation klar machen  und  erwarten vom Minister, dass er sich    für eine weiträumigere Umleitung einsetzt“, so Reier.   Eine  Umleitung vor allem auch des Transitverkehrs aus Südeuropa nach Skandinavien, die möglichst  schon ab dem Berliner Ring,  spätestens aber ab   Kreuz  Wittstock eingerichtet wird.  Dazu bedürfe es   konkreter Verkehrsinformationen und   Beschilderungen an den Autobahnen. Auch erwarten die Plauer  nach Verkehrszählungen und -lärmmessungen direkte Informationen  aus Schwerin und  gegebenenfalls aktive oder passive Schallschutzmaßnahmen. „Schließlich  gibt es das Bundesimmissionsschutzgesetz, was heißt, dass Schwerin rein rechtlich reagieren  muss“, so der Bürgermeister, der betont, dass   man hier sowohl den Schutz der Urlauber als auch  der Anwohner   im Auge habe.  Beispiel für  weitere Maßnahme  könnte    die Installation einer Fußgängerampel am Abzweig Appelburg/Höhe Millionenweg sein.  Andernfalls   hätten  Anwohner kaum eine Chance, die B 103  zu überqueren, wenn sie zum Bus wollen. Womit Reier  bei einem  nächsten Problem wäre: die Ampelschaltungen, die dringend zu prüfen seien.     Denn  da die  Umleitungsstrecke   Plau östlich der Altstadt schneidet,  seien    massiv auch die Fußgänger  betroffen.  Er sehe das Problem weniger  bei den Kindern. „Mit  Rollator über die 103  zu kommen, ist jedoch  eine  echte Herausforderung.“

 

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