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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

18. Dezember 2017 | 14:00 Uhr

Runter vom Gas : B 103: Plauer fordern Tempo 50

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Einwohner und Plauer Verkehrsverein wollen lange schon eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/ h innerorts . Nach CDU-Antrag beschäftigt das Thema jetzt in städtische Ausschüsse.

von
erstellt am 19.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Die Bundesstraße 103, die Plau an östlicher Seite von Nord nach Süd durchschneidet und dabei auch sensible Bereiche trifft, beschäftigt erneut die Stadtvertretung. CDU-Fraktionschef Horst Frommer stellte den Antrag, das Thema Geschwindigkeitsbegrenzung in den Ausschüssen für Tourismus und Stadtentwicklung neu zu behandeln. Ganz konkret geht es um den gesamten Bereich zwischen Ortseinfahrt auf Karower Seite und Ortsausfahrt Richtung Ganzlin.

Das Problem, auf das der Verkehrsverein Plau am See längst eindringlich hingewiesen hat und die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h favorisiert, ist folgendes: Weder auf der einen noch auf anderen Seite zwingen Ortseingangsschilder, das Tempo auf die innerorts üblichen 50 km/h zu drosseln. Lediglich grüne Ortshinweisschilder stehen hier. Die bedeuten, dass besondere Verkehrsregeln wie etwa Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht gelten. Nur in den Bereichen dreier Ampelanlagen gilt ein Tempolimit von 70 km/h. Davor und dahinter kann theoretisch 100 gefahren werden. Von Pkw wie Kleintransportern oder Schwerlastern, und diese Einladung wird gern angenommen.

„Deswegen haben viele Plauer und der Verkehrsverein die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h gefordert“, sagt Wolfgang Block, Mitinhaber des Ferienparks Metow. Seine Anlage, die seiner Söhne und etliche weitere Hotels und Pensionen würden durch den Verkehr auf der B 103 stark beeinträchtigt. Ebenso die Schifffahrt, deren Liegeplätze keine zwanzig Meter von der B 103 entfernt sind.

Die Belastung durch den permanenten Verkehr und den Lärm, den er verursacht, sei enorm, sagt Wolfgang Block. „In diesem Jahr mussten wir zehn Urlauberfamilien schon umquartieren, zwei sind abgefahren, weil sie absolut kein Auge zubekamen.“ Und das, obwohl die Wohnbereiche in Blocks Appartements von der B-Straße weg dem See zugewandt sind. „Das schlimmste ist der Lkw-Verkehr, wobei die Lärmbelastung in der Nacht zum Montag gegen eins halb zwei kaum zu toppen ist. Was da nach dem Wochenendfahrverbot hier durchbrettert und über die noch viel lautere Brücke hämmert, ist unbeschreiblich“, ärgert sich Block. Die Straße liege in diesem Bereich höher, und somit ginge der komplette Schall auf Metow und Strandstraße. Nicht zu vergessen die Häuser der nahen Wohnbebauung im Stadtzentrum.

Die CDU unterstützt mit ihrem Antrag die Bemühungen des Plauer Verkehrsvereins, der sich bereits im Juni der Initiative von Plauer Bürgern zur Geschwindigkeitsbegrenzung zur Lärmeinschränkung und Emissionsverringerung anschloss. „Begrenzung auf 50 km/h, am besten auf der gesamten Strecke zwischen Quetzin und Appelburg“, sagt Wolfgang Block und formuliert das höchste aller Ziele.

Wenn die Ausschüsse für Tourismus und Stadtentwicklung das Thema abgearbeitet haben und am Ende auch die Stadtvertretung für die Einführung von Tempo 50 votiert, wäre der Antrag an das zuständige Straßenbauamt in Schwerin der nächste Schritt.

Ob die Plauer ihn gehen werden , wird auch von möglcihen finanziellen Auswirkungen abhängen. Die hätte die Maßnahme z.B., sollten gelbe Ortseingangsschilder aufgestellt werden. Denn dann würde die Zuständigkeit bei der Unterhaltung der Nebenanlagen (u.a. Radweg) sehr wahrscheinlich auf die Stadt übergehen.

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