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Ehepaar aus Dobbin steht vor dem Ruin : Autowerkstatt vom Feuer vernichtet

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Ein Feuer zerstört am Dienstagabend die Existenz eines Ehepaares in Dobbin. Ihre Autowerkstatt brennt vollständig nieder - der Schaden beträgt rund 100 000 Euro. Jetzt stehen die beiden vor dem Ruin.

svz.de von
erstellt am 14.Feb.2013 | 12:31 Uhr

Dobbin | Der Brand einer privaten Autowerkstatt in Dobbin bei Dobbertin am Dienstagabend sorgte für einen Großeinsatz der Feuerwehren des Amtes Goldberg-Mildenitz. Die Werkstatt brannte komplett ab, der Schaden beträgt rund 100 000 Euro. Die Flammen beschädigten auch eine Stromleitung, deshalb waren bis gestern 8 Uhr etwa 30 Haushalte vom Netz abgetrennt, wie der Stromversorger Wemag bestätigt..

Die Kameraden der Wehren in Dobbertin und Goldberg wurden gegen 20.46 Uhr alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, war klar: Weitere Hilfe ist nötig. So wurden die Löschgruppen in Wendisch Waren und Diestelow sowie Wehren in Mestlin und Sternberg angefordert. "Die Sternberger vor allem wegen der Drehleiter, da mit Reet gedeckte Nachbarhäuser in Gefahr waren", so Einsatzleiter Ulf Maaß von der Goldberger Wehr.

Der Funkenflug war in der Tat nicht zu unterschätzen, aber die Sternberger brauchten nicht mehr einzugreifen. Zum Glück gab es diesmal weniger Probleme mit der Wasserversorgung als noch beim Putenstallbrand am Montag (SVZ berichtete), da ein Hydrant im Ort genutzt werden konnte. Dennoch waren die Goldberger Kameraden vom Pech verfolgt. "Unser Löschfahrzeug LF16/TS ist mit Motorschaden unterwegs liegen geblieben. Jetzt haben wir nur noch ein Löschfahrzeug, das LF 16/12 einsatzfähig", sagt der Wehrführer Maaß. Das defekte Löschauto sollte aber gestern repariert werden.

Die Familie steht vor den Trümmern ihrer Existenz

Die kleine Werkstatt, sie wurde erst im Jahre 2005 von der Familie Hanske aufgebaut, war trotz Großeinsatz nicht mehr zu retten. Haushoch loderten die Flammen in den Abendhimmel, Funken flogen auf die reetgedeckten Nachbarhäuser. Durch das sofortige Kühlen konnte ein Übergreifen der Flammen aber verhindert werden. Auch das benachbarte Wohnhaus, das nur wenige Meter neben dem Brandherd steht, blieb von den Flammen verschont.

"In der Werkstatt befanden sich neben der nötigen Technik zwei Fahrzeuge, ein Pkw Opel und ein Oldtimer Triumph. Das ist alles vernichtet", beklagten Carola und Uwe Hanske. Beide waren kurz vor dem Brandausbruch nach Hause gekommen, als Carola Hanske wenig später Rauch aus der Werkstatt quellen sah. Zwar versuchte ihr Mann Uwe noch mit dem Feuerlöscher etwas zu retten, aber er hatte keine Chance. Die Familie steht nun vor dem Ruin, schließlich war die Werkstatt ihr Lebenswerk.

Vorwürfe erhebt das Ehepaar in Richtung der Integrierten Leitstelle in Schwerin. "Wir haben die Notrufnummer 112 gewählt, aber die wussten nicht wo Dobbin liegt. Wir haben die Adresse mit der Postleitzahl angegeben, aber die fanden uns nicht im Computer und so sind wertvolle Minuten vergangen", sagen die Hanskes. Edwin Möhrer, Leiter der Leitstelle, prüfte gestern die Aufzeichnungen und sieht keinen Fehler in der Zentrale: "Wir bekamen zeitgleich drei Notrufe. Im Dobbiner Fall war es ein emotionales Gespräch. Unser Mitarbeiter versuchte beruhigend herauszufiltern, um welchen Ort es sich handelt. Es gibt mehrere Gemeinde mit gleichem oder ähnlichem Namen in Westmecklenburg."

Zur Brandursache konnte bis gestern Abend noch nichts gesagt werden, die Kriminalpolizei hat ihre Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

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