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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

20. November 2017 | 01:41 Uhr

Enge Angelegenheit : Autos wachsen, Parklücken nicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Dieses Gefühl kennt wohl jeder, der auf dem Parkplatz „Bobziner Weg“ sein Auto abstellt. Der Bauhof kündigt neue Pflasterung an

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Es wird zur engen Angelegenheit, wenn nur noch eine Parklücke frei ist – links wie rechts bereits ein Auto steht. Auch wenn das eigene Auto sich direkt in den Markierungen mittig befindet, trennen es häufig nur wenige Zentimeter vom Nachbarfahrzeug. Die Tür geht nur ein Stück auf, es bleibt ein schmaler Spalt, um aus dem Pkw auszusteigen. Diese Szene ist wohl allseits bekannt unter den Autofahrern auf dem Parkplatz „Bobziner Weg“ in Lübz.

Das Problem, dass die Parktaschen hier sehr eng sind, ist auch in der Verwaltung bekannt. „Auch wir hören öfter Beschwerden von Leuten, dass die Lücken zu eng sind und es schnell zu Kratzern an den Autos kommt“, so Norbert Timm, Leiter des Amtes für Stadt- und Gemeindeentwicklung. „Ich parke da auch jeden Morgen. Es ist eng, man muss schon aufpassen.“


Autos  sind  15  Zentimeter breiter geworden


Die Maße von 2,30 Meter Parklücken-Breite entsprechen jedoch der Norm. In den Richtlinien ist eine Parklücke ohne seitliche Begrenzung wie folgt festgehalten: 5 Meter Länge und mindestens 2,30 Meter Breite. Anfang der 90er Jahre wurde der Parkplatz „Bobziner Weg“ nach den geltenden Vorschriften gebaut. „Bis heute sind die meisten Autos nur breiter geworden“, so Timm. Dies belegt auch eine Studie. Zwischen dem Jahr 2000 und 2010 sind Autos im Durchschnitt 19 Zentimeter länger, 15 Zentimeter breiter und 25 Zentimeter höher geworden. Auch wenn der Abstand zum Nachbarauto häufig viel zu knapp erscheint, allzu schnell wird sich diese Situation jedoch nicht ändern. „Es ist nicht einfach möglich, die gesamte Pflasterung herauszureißen und neue Parklücken anzulegen“, so der Amtsleiter.

Anders verhalte es sich bei ausgewiesenen Parkplätzen für Behinderte. In den Parktaschen an der abzweigenden Bergstraße unterschreitet der Behinderten-Parkplatz die Maße der „normalen“ Lücken. Von Markierung zum Bordstein beträgt das Maß gerade mal zwei Meter. Laut Empfehlungen für Anlagen des ruhenden Verkehrs (EAR) sollte ein Stellplatz für Behinderte mindesten 3,50 Meter breit sein. Somit soll gewährleistet werden, dass die Wagentür in vollem Radius geöffnet werden kann.

„Wenn ein Parkplatz als solcher ausgewiesen ist, dann muss er auch den Mindestanforderungen entsprechen“, so Timm. Der Behinderten-Parkplatz sei auf Wunsch der Anwohner in der Bergstraße eingerichtet und entspreche trotz allem der Norm. „Neben der Parklücke befindet sich ein flacher Bordstein mit Gehweg und somit kann der Platz unter Nutzung des Gehweges als Stellplatz für Behinderte ausgewiesen werden“, so Amtsleiter Norbert Timm weiter.


Neue Pflasterung ist schon im Gespräch


Auch wenn eine Parklücken-Breite von mindestens 2,30 Metern vorgeschrieben ist, wirkt das Maß dennoch veraltet. Dies sieht auch die Verwaltung der Stadt Lübz so. „Es gab im vergangenen Jahr Gespräche mit dem Bauhof, und wenn den Mitarbeitern entsprechend Zeit zur Verfügung steht, dann werden sie den Parkplatz neu pflastern.“ Danach würden zwar vier bis fünf Parkplätze wegfallen, aber die Lücken vergrößern sich auf eine Breite von 2,50 Meter.

 

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