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Orientierungshilfe : Ausprobiert, überlegt, entschieden

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Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Husumer trifft während seines FÖJ Entscheidung: Seine berufliche Zukunft liegt nicht im Naturschutz

svz.de von
erstellt am 20.Feb.2016 | 12:36 Uhr

Kein halbes Jahr hat es gebraucht, bis Tobias Babian klar war, dass Naturschutz und Forst nichts für ihn sind. Grundsätzlich schon, denn grundsätzlich liebt der Husumer die weite Landschaft Mecklenburgs, findet er die Wälder imposant, liebt er die stillen Seen in der Ebene. „Nur beruflich oder eben als Studienfach ist diese Richtung wohl doch nichts für mich“, sagt der 19-Jährige. Im September war er nach Karow gekommen, begann in der Naturparkverwaltung Nossentiner-Schwinzer Heide sein FÖJ. Tobias hatte sich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr nach dem Abitur entschieden, weil sein Fahrplan für die Zukunft noch so gar nicht stand. „Ich wusste, dass ich mich für Biologie interessiere. Deshalb war mein Plan, dieses Jahr zu machen und mich dann festzulegen“, erzählt er. Ein FÖJ wäre dem Nordfriesländer auch in seiner Heimat möglich gewesen. „Nur ist die lange nicht so waldreich. Husum liegt am Nordfriesischen Wattenmeer – jede Menge Wasser und Matsch, nur keine Bäume.“

Nach fünf Monaten hat der 19-Jährige eine Entscheidung getroffen: Naturschutz, Landschaftspflege und Forst werden nicht auf ihn bauen können, „obwohl die Zeit hier bisher sehr interessant war. Ich habe wirklich viel zu sehen bekommen, viel über die hiesigen Tier- und Pflanzenarten gelernt, bei verschiedenen Arbeiten im Naturpark aber auch aus Vorträgen, bei denen ich dabei sein konnte“, sagt Tobias. Dass er sich am Ende gegen die Richtung entscheidet, war immerhin eine der Optionen bei Beginn des FÖJ. Und sich zu finden das Ziel. „Jetzt weiß ich, dass ich an Ökologie interessiert bin, aber wohl niemals darin aufgehen werde“, so der Husumer, der nun mit „Japanologie“ liebäugelt.

Noch eine Woche wird Tobias in Karow bleiben und danach in den Naturpark Feldberger Seenland wechseln. Im Frühjahr, der vielleicht spannendsten Zeit, die der Freiwilligendienst im Naturpark zu bieten hat. Ob er die zwölf Monate voll machen oder das FÖJ vorzeitig beenden wird, will sich der junge Mann noch überlegen. „Es macht schon Spaß, aber ich hätte auch Lust, in den Sommerferien gute Freunde zu treffen“, gesteht er und denkt dabei an Alaska. Hier hatte er als Elftklässler ein Austauschjahr absolviert. „Eine tolle Gegend, tolle Leute, die ich gern wiedersehen würde.“

Während Tobias’ Tage in Karow also gezählt sind, hat er sich mit einer Exposition im Meiler, dem Ausstellungszentrum der Naturparkverwaltung, verewigt. „Neobiota“ ist der Titel des Auftragswerks und es erklärt anhand großformatiger Poster, welche Pflanzen und Tiere sich ohne oder mit menschlicher Einflussnahme im Naturpark etabliert haben, die hier ursprünglich nicht heimisch waren.

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