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17. Dezember 2017 | 20:35 Uhr

BBS Start : Aus für soziale Feuerwehr?

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Kein klares Stimmungsbild in den Fraktionen vor der Entscheidung am Donnerstag über die kreiseigene Gesellschaft BBS Start

von
erstellt am 23.Sep.2014 | 08:00 Uhr

Auf dem Kreistag am Donnerstag könnte das Schicksal der kreiseigenen Gesellschaft BBS Start nach langem Ringen endgültig entschieden werden. Doch spätestens nach dem Patt im Finanzausschuss (SVZ berichtete) ist überhaupt nicht klar, wie sich der Kreistag entscheidet.

Zu den Fraktionen, die sich im Vorfeld auf SVZ-Anfrage dazu äußerten, gehörten die Linken: „Unsere Fraktion hat die Gesellschaft seit Jahren intensiv begleitet und weiß um die Problemlagen. Gleichwohl sprechen wir uns eindeutig für eine Fortführung der Gesellschaft aus. Das muss einhergehen mit einer konsequenten Umstrukturierung im Führungs-, und Personalmanagement sowie im Marketing. Dazu bedarf es kreativer Ideen und der engen Einbeziehung der Mitarbeiter. Das Personal ist hoch qualifiziert und motiviert“, erklärte Wolfgang Bohnstedt.

Die CDU-Fraktion ist anderer Auffassung: „Jahrelanges Handlungsversagen der Verwaltung des Landkreises und der Geschäftsführung der BBS START hat das Unternehmen in eine schwere Schieflage gebracht. Die aktuelle Situation ist unverantwortlich. Jetzt soll ein gerade neu konstituierter Kreistag zum Sündenbock der Entscheidung gemacht werden. Hier geht es um 115 Mitarbeiter und fast vier Millionen Euro Defizit aus den Vorjahren. All das war es dem Landrat bisher nicht wert, ein von uns mehrfach nachgefragtes gemeinsames konstruktives Beratungsgespräch mit den Fraktionsvorsitzenden zu führen. Dieses soll nun zwei Tage vor der Entscheidung am Dienstagabend stattfinden. Bis dahin halten wir uns zurück“, so Wolfgang Waldmüller. Thomas Heldberg von der FDP: „Trotz jährlich erneuerter Zusagen des BBS-Managements ,in diesem Jahr endlich die schwarze Null zu schaffen‘ und trotzdem immer wiederkehrender sehr hoher Verluste, ist bei uns Liberalen Ernüchterung in Bezug auf die Zukunft der BBS eingetreten. Hier ist deshalb noch viel Klärungsbedarf. Aus diesem Grund haben wir dem Landrat eine umfangreiche Anfrage gestellt. Es geht hier aber auch immer um das Schicksal von 115 Mitarbeitern. Eine Entscheidung für den Kreistag haben wir deshalb bisher noch nicht getroffen.“

Die SPD, das hat ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Finanzausschusses Reiner Altenburg erkennen lassen, ist klar für die Neuausrichtung der Gesellschaft. Aber auch Heiko Böhringer, Kreistagsmitglied der Alternativen für Ludwigslust, hat sich dazu Gedanken gemacht. „Mir stellt sich die Frage, ob man die BBS Start wie ein Unternehmen bewerten kann. Ich denke nein. Die BBS Start hat eine nicht außer acht zu lassende Rolle inne: Sie ist die soziale Feuerwehr des Landkreises. Diese ist nun über 20 Jahre alt. Trotzdem muss es nicht verschrottet, sondern dringend modernisiert werden. Dafür bin ich, dafür stimm’ ich.“



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