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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. Oktober 2017 | 13:08 Uhr

Glückwünsche : Aus dem Leben eines Politikers

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Jürgen Andrees, ehemaliger Landrat des Altkreises Lübz, feierte seinen 80. Geburtstag

Vier Jahre lang hat er die Geschicke des Altkreises Lübz geleitet – Jürgen Andrees aus Plau am See. Jetzt feierte er seinen 80. Geburtstag mit Familie, Freunden, Weggefährten – auch politischen. Dazu zählt auch der ehemalige Bürgervorsteher Plaus, Klaus Bendel. Er würdigte Jürgen Andrees in seiner Rede, weil er immer „mit Zielstellung, Intelligenz und mit seinem Glauben“ politisch tätig gewesen sei. Jürgen Andrees, 1935 als Sohn eines Malermeisters in Plau geboren trat 1954 nach dem Abitur an der Oberschule Parchim als Anwärter für den gehobenen Verwaltungsdienst in den Dienst bei der Deutschen Reichsbahn und nahm 1960 ein Fernstudium an der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden auf, das er 1966 als Diplom-Ingenieurökonom abschloss. Bis 1966 arbeitete er als Mitarbeiter der Abteilung Güterverkehr in der Reichsbahndirektion Schwerin.

Beruflich kann Jürgen Andrees auf eine bewegtes Leben zurückblicken. Von 1967 bis 1969 absolvierte er ein postgraduales Studium an der Universität Rostock. Danach arbeitete er als Programmierer und Problemanalytiker im Leitzentrum für Anwendungsforschung der VVB Maschinelles Rechnen und VEB Maschinelles Rechnen Schwerin. Sogar als Dozent hat Jürgen Andrees in diesen Jahren im Bereich der VVB Maschinelles Rechen für das Lehrgebiet ESER gearbeitet.

Doch auch politisch hat sich der Plauer immer wieder engagiert. So trat er 1981 der CDU der DDR bei und ist seit 1990 Mitglied der gesamtdeutschen CDU. In der Wendezeit, „die bewegteste Zeit meines Lebens“, war er maßgeblich am „Runden Tisch“ des Altkreises Lübz beteiligt: „Am 28. Dezember 1989 traf ich im Pfarrhaus Woosten Walter Kintzel, Mitglied der neugegründeten SPD, und den Hausherrn, Propst Wulf, am Runden Tisch.“ Über diese Zeit hat Jürgen Andrees einmal gesagt: „Es war eine geschichtsträchtige Aufbruchszeit, und es war die Überraschung meines Lebens. Man könnte sagen, es war eine späte Sturm- und Drangzeit. Ich bin dankbar dafür! So wie ich diese Zeit gespürt habe, konnte ich nur dabei sein. Ich vergesse nie die heißen Tage von 1990, wo nichts mehr sein sollte, wie es vorher war.“

Bei der ersten Landratswahl des Landkreises Lübz am 6. Juni 1990 erhielt Andrees das Wählervertrauen und wurde als Landrat vereidigt, Walter Kintzel wurde Kreistagspräsident, Klaus Bendel stellvertretender Landrat. Das Amt als Landrat übte Andrees bis zur Auflösung des Altkreises Lübz am 12. Juni 1994 aus. Nach Auflösung des Altkreises Lübz sollte seine politische Laufbahn weitergehen. Jürgen Andrees war von 1994 bis 1998 CDU-Landtagesabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion, Mitglied des Umwelt- sowie Wirtschaftsausschusses und verkehrspolitischer Sprecher. Zehn Jahre lang – von 1999 bis 2009 – war der Plauer Abgeordneter im Kreistag des Landkreises Parchim und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, parallel dazu auch Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Reisedienst Parchim GmbH.

Über die Landespolitik hinaus engagierte er sich von 1999 bis 2004 als Mitglied der Stadtvertretung und Vorsitzender des Finanzausschusses in der Kommunalpolitik seiner Heimatstadt Plau am See. Zu seinem Abschied aus der aktiven Kommunalpolitik durfte sich Andrees als besondere Auszeichnung am 7. Juli 2004 in das „Goldene Buch“ der Stadt Plau eintragen. Da verwundert es nicht, dass Dr. Axel Tohtz, Hans-Heinrich Jarchow und der jetzige Bürgermeister Norbert Reier gemeinsam mit Dirk Tast, dem Plauer Bürgervorsteher, zum Gratulieren erschienen. Neben diesen politischen Weggefährten kamen auch Dr. Christian Beckmann aus Güstrow und Andreas Plestinski aus Parchim sowie die Lübzer Bürgermeisterin, Gudrun Stein. Angesichts der vielen Gäste erklärte Andrees: „Es ist für mich heute das schönste Geschenk, dass Sie alle gekommen sind. Ich danke für dieses Leben, danke für das Miteinander und das Geleit!“

 


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