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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. November 2017 | 05:45 Uhr

Lokalpolitik : Aufwand wird sich vergrößern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Für die Finanzverwaltung im Amt Plau am See muss neue Software angeschafft werden. Die Anforderungen an Technik, Ausrüstung und Personal steigen.

von
erstellt am 26.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Im Rahmen des Datenschutzgesetzes und des neuen kommunalen Haushaltsrechts kommen auf die Verwaltung unumgängliche Maßnahmen zu: „In Abstimmung mit dem Zweckverband elektronische Verwaltung und den Amtsverwaltungen in Goldberg-Mildenitz und dem Amt Eldenburg Lübz werden wir die Anschaffung neuer Software für die Finanzverwaltung 2018/2019 vorbereiten.“ Leider habe die die Verwaltung bisher betreuende Firma wichtiges Beratungspersonal abgebaut und den Service und die Weiterentwicklung vernachlässigt, so dass man in Zusammenhang mit der Einführung eines Dokumenten-Managementsystems auch ein zukunftsfähiges Finanzsystem anschaffen müsse. „Das bedeutet aber, dass wir bei der Umstellung die vorhandenen Daten innerhalb des Jahres umwandeln müssen“, sagt Reier. „Mit der Neueinführung sind auch Schulungen und Unterweisungen notwendig und wenn es läuft auch eine bessere fachliche Beratung.“

Der Aufwand für die Ausgaben bei der Datenverarbeitung werde sich in den nächsten Jahren wesentlich erhöhen, da aufgrund des Datenschutz- und Datensicherheitsgesetzes die Anforderungen an Technik und Ausrüstung wie auch an Personal steigen. Die Arbeit der ehrenamtlichen Stadt- und Gemeindevertreter führe ebenfalls zu den neuen Ansprüchen, sie mit mobilen Geräten auszustatten, um über Hotspot möglich Zugriff auf alle aktuellen Beschlussvorlagen zu haben. Dies sei schon heute gängige Praxis beim Kreistag. „Auch wir werden uns bei Interesse unter den bestehenden Möglichkeiten dem Thema nähern, da in Zukunft immer mehr die gedruckte Vorlage der Vergangenheit angehören wird. Ab 2019 sind wieder Kommunalwahlen, wo vielleicht auch jüngere Stadt- und Gemeindevertreter dann diesen Weg verstärkt nutzen werden“, so Reier.

In der Diskussion äußerte sich Ganzlins Bürgermeister Jens Tiemer zur Datenverarbeitung und regte an, alle Mitarbeiter komplett mit neuen PCs auszustatten. Dazu nahm Norbert Reier Stellung, indem er darauf verwies, dass neue Server im Rahmen der laufenden Investitionen angeschafft wurden. „Einmalige, große Investitionen sind nicht sinnvoll. Besser sind laufende, weil wir mit den Haushaltsmitteln sparsam umgehen. Ein Server ist wichtiger als ein Arbeitsplatz-PC. Das Problem sind die Datensicherungswege, nicht die Daten selbst“, so der Verwaltungs-Chef. Tiemer hielt dagegen, dass die PCs alle vier Jahre auszutauschen sind, denn die jetzige Ausstattung der Mitarbeiter sei „grenzwertig“. Der Bürgermeister hat eine andere Meinung: „Jeder Mitarbeiter muss sich auf die neue Technik einstellen. Dazu fehlt aber die Zeit und das ist der Engpass. 90 Prozent der Technikmöglichkeiten werden nicht ausgenutzt. Wir haben damit zu tun, die Tagesaufgaben zu erfüllen. Uns nützt moderne Technik nichts, wenn niemand damit umgehen kann.“


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