st. martinsfest : Auf Navar in die Kirche geritten

Hier der St. Martin, gespielt von der siebenjährigen Levin, auf dem Welsh-Pony Navar in der Kirche.  Fotos: Michael-günther bölsche
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Hier der St. Martin, gespielt von der siebenjährigen Levin, auf dem Welsh-Pony Navar in der Kirche. Fotos: Michael-günther bölsche

Als St. Martin verkleidet, kam die kleine siebenjährige Levin ins Gnevsdorfer Gotteshaus geritten

svz.de von
12. November 2014, 22:00 Uhr

Damit hatten die Organisatoren kaum gerechnet, denn die Kirche in Ganzlin war bis auf den letzten Platz gefüllt, unter den Besuchern viele Kinder. Die Pastorin der Kirchengemeinde Gnevsdorf-Karbow, Verena Häggberg, und der Kindergarten in Ganzlin luden gemeinsam zu einem St. Martinsfest ein.

Die Vorbereitungen dafür begannen bereits etliche Tage vorher im Kindergarten. Die Mädchen und Jungen der älteren Gruppe haben ganz neue Talente in sich entdeckt, denn sie wurden zu kleinen Bäckern. „Wir haben Hörnchen gebacken, die zum Martinsfest verteilt werden“, erzählt die Erzieherin Sibille Redlin. Und es wurden wunderschön geformte Hörnchen, die auch ihre Abnehmer während des späteren Martinsfeuer fanden.

Doch bevor diese verteilt werden konnten, wurde die Geschichte des heiligen St. Martin in der Kirche bei einem ganz speziellen kurzen und kindgerechten Gottesdienst spielerisch erzählt. Eingeläutet wurde dieser durch die Flötenkinder. Diese Gruppe gibt es erst seit kurzem, konnte aber bereits mit einem Lied die Besucher begeistern.

Und dann ritt St. Martin, gespielt von der erst siebenjährigen Levin, auf einem Welsh-Pony in die Kirche ein. Als Martin, zu dieser Zeit noch ein Soldat, dort den kleinen, armen Bettler sah, teilte den eigenen Mantel und gab dem Bettler eine Hälfte. So waren beide geschützt vor der Kälte und die vielen Kinder verstanden durch dieses Spiel diese Geschichte. Nach dem Gottesdienst sammelten sich alle vor der Kirche und der ganze Zug zog durch einen Teil von Ganzlin und erhellte mit ihren bunt leuchtenden Laternen die hereinbrechende Dunkelheit.

Abschluss dieses erstmaligen Festes dieser Art in der Kirchengemeinde war das Martinsfeuer auf dem Dorfplatz bei Glühwein und frisch gegrillter Bratwurst. Diese kulinarische Versorgung hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ganzlin übernommen und ganz dem Gedanken des St. Martin zu teilen, kommen die Verkaufserlöse dem Kindergarten zu Gute, wie Wehrführer Michael Genschmer erzählte. Die Pastorin kann sich angesichts des großen Zuspruchs und der gelungenen Premiere durchaus vorstellen, diese Tradition auch im kommenden Jahr weiter zu führen.



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