Immer bereit : Auf Lübz’ Kameraden ist Verlass

Wehrführer Olaf Richter (r.) nimmt den neuen Einsatzkräften Marvin Futterlieb, Lukas Stuhr und Patrick Suckow (v.l.) das Versprechen ab, stets für die Feuerwehr einsatzbereit zu sein. Fotos: Bölsche
Wehrführer Olaf Richter (r.) nimmt den neuen Einsatzkräften Marvin Futterlieb, Lukas Stuhr und Patrick Suckow (v.l.) das Versprechen ab, stets für die Feuerwehr einsatzbereit zu sein. Fotos: Bölsche

Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lübz: Zu 51 Einsätzen rückten die Kameraden in 2014 bisher aus aus

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07. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Mit 51 Einsätzen inklusive einer Alarmübung und drei Fehleinsätzen stieg die Anzahl im zu Ende gehenden Jahr gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Vor einem Jahr berichtete Wehrführer Olaf Richter von 14 Brandeinsätzen und 21 Hilfeleistungen. In diesem Jahr waren es 27 Brandeinsätze und 20 Hilfeleistungen. Es begann mit einem Containerbrand am 1. Januar und endete vorerst mit dem Gebäudebrand am vergangenen Donnerstag in der Jahnstraße. Dazwischen lagen viele kleine und größere Einsätze wie das Feuer am 17. Juli im Lübzer Kohlenanzünderwerk.

„Hier bewährte sich der auf unseren Druck eingerichtete Hydrant in unmittelbarer Nähe des Werkes, und so konnte das Feuer relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden“, sagte Wehrführer Richter. Auch die Rauchmelder in den Wohnungen haben häufig größere Schäden verhindert. Durch das intensive Piepen werden die Wohnungsbesitzer oder Nachbarn auf die Gefahr aufmerksam und können die Wehr alarmieren. Das war auch in diesem Jahr häufig der Fall, u. a., weil das Essen auf dem Herd vergessen wurde. Zu den kleineren Einsätzen werden zwar auch die Containerbrände gezählt, doch warum es Menschen gibt, die diese immer wieder anzünden, bleibt unverständlich. Hier wird Sachschaden produziert, weitere Schäden in Kauf genommen und ehrenamtlich tätige Kameraden von ihren Familien oder von der Arbeitsstelle geholt, damit diese das Feuer schnell löschen und größere Schäden damit verhindern.

Positiv wertete der Wehrführer die Zusammenarbeit mit den Löschgruppen in Broock und Lutheran. Seit Ende Mai gehört Lutheran zur Stadt Lübz und somit wurde die dortige Wehr in die Lübzer integriert. In der Lutheraner Gruppe sind elf Kameraden in der Einsatzgruppe, drei gehören der Ehrenabteilung an.

Um die Einsatzabteilung auch in Zukunft stets einsatzbereit zu halten, legen die Kameraden viel Wert auf die Nachwuchsarbeit in der Jugendfeuerwehr. 21 Nachwuchskräfte, 17 Jungen und vier Mädchen erlernen hier das Feuerwehr-Abc. Drei von ihnen, Marvin Futterlieb, Lukas Stuhr und Patrick Suckow sind jetzt nach mehrjähriger Mitwirkung in der Jugendwehr in die Einsatzabteilung gewechselt und wurden auf der Versammlung einstimmig übernommen und zum Feuerwehrmannanwärter ernannt. Lukas und Marvin waren in der Jugendwehr bereits als Gruppenführer aktiv und Patrick könnte auf Grund seiner Sportlichkeit die Wettkampfgruppe der Lübzer Feuerwehr verstärken.

Bürgermeisterin Gudrun Stein dankte den Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft und hat nach eigenen Worten „ein gutes Gefühl, dass man sich auf die Feuerwehr verlassen kann“. Sie erläuterte den Kameraden den Ablauf zur Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges, eines LF 20. Dieser soll rund 330 000 Euro kosten und durch Landkreis (Feuerschutzsteuer), Land und Stadt finanziert werden. Eine Entscheidung beim Landkreis ist im Spätsommer kommenden Jahres zu erwarten.

Rainer Auras, Amtswehrführer und Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, lobte die gute Gemeinschaft der Löschgruppen Broock und Lutheran mit den Lübzern und auch die gesellschaftlichen Aktivitäten, die sehr wichtig sind. Ob es die Absicherung der Laternenumzüge beim Karneval oder beim Einkaufszentrum ist, das Knüppelkuchenbacken beim Weihnachtsmarkt oder auch das Kinder- und Stadtfest ist - stets sind die Kameraden von der Jugendwehr bis zu den Erwachsenen in die Vorbereitung und Durchführung integriert.

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