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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

14. Dezember 2017 | 01:50 Uhr

In die Jahre gekommen : Auf Kosten der Kleinsten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der Spielplatz in der Scharnhorststraße hat schon bessere Tage gesehen. Er ist abgenutzt und von Schmierereien gezeichnet.

von
erstellt am 07.Jun.2014 | 08:00 Uhr

Nicht gerade sehr einladend steht das Schild am Eingang. Die untere Ecke ist abgebrochen, nur noch die Hälfte der Spielplatzordnung ist darauf zu lesen. Und nicht nur das Schild auf dem Spielplatz in der Scharnhorststraße befindet sich in diesem Zustand. Auf Hinweis einer SVZ-Leserin, haben wir uns den Spielplatz in Lübz genauer angesehen: Die graue Kletterwand des großen Burg-Ensembles ist mit Graffiti beschmiert, Abdeckungen von Schrauben fehlen und das Holz macht einen abgenutzten Eindruck. Die rote Farbe der Rutsche blättert ab, ist nur noch teilweise an den Wänden zu sehen. Und auch die kleine Wippe könnte einen neuen Anstrich vertragen.

Der Spielplatz in der Scharnhorststraße besteht noch aus DDR-Zeiten. Vor rund zehn Jahren wurde der Platz erneuert und die Kletterburg kam hinzu. Bewirtschaftet wird der Spielplatz von der Stadt Lübz. „Es gibt regelmäßige Kontrollen durch den Bauhof. Hier wird die Funktionstüchtigkeit kontrolliert und ob etwas kaputt oder gefährlich ist“, erzählt Fred-Jan Salomon, Leiter des Fachbereiches Bau beim Amt Eldenburg Lübz. Sollte dies der Fall sein, werden die entsprechenden Stellen sofort gesperrt. Zudem werden jährlich externe Dienstleister beauftragt, um Kontrollen auf den Spielplätzen durchzuführen. Wenn es um die äußere Schönheit geht, seien dem Amt zum Teil auch die Hände gebunden. „Das Problem ist mir schon über Jahre bekannt. Es ist ein ständiges auf und ab“, so Salomon. Es gäbe Phasen, wo alles sauber und in Ordnung wäre, doch das hänge auch immer von den Benutzern ab. „Jugendliche haben es hier schon öfter übertrieben“, so der Fachbereichsleiter weiter. „Aber man kann auch nicht von den Eltern verlangen, dass sie die ganze Zeit daneben stehen, wenn ihre Kinder auf dem Spielplatz sind.“ Schon mehrfach wurden die Schmierereien beseitigt, doch Graffiti entfernen sei auch immer eine Kostenfrage. „Es ist ein Fass ohne Boden“, stellt Salomon fest. Aus der angespannten Kostensituation heraus wird häufig entschieden, dass die Schmierereien bleiben müssen. „Es ist nicht schön für diejenigen, die den Spielplatz nutzen. Ich kann das verstehen.“ Es sei eine Schleife, in der man drin stecke. Das alles auf Kosten der kleinsten Bewohner von Lübz.


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