zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. November 2017 | 03:08 Uhr

Sport : Auf die Welle, fertig, los…

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Plauer Hai-Live e.V. hatte zur 4. Nevellüücht Regatta eingeladen. Auf dem See kreuzten am Sonnabend so viele Boote wie noch nie

von
erstellt am 06.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Der Wind steht gut an diesem Wochenende. Auch Klärchen strahlt und gibt an diesem ersten Oktoberwochenende noch einmal alles. Leicht schaukelt das Startschiff hin und her. Nur noch den Anker setzen und die restlichen Vorbereitungen werden getroffen. Die letzten Handgriffe sind erledigt, das Gate liegt im Wasser – zwei Bojen liegen parallel im kühlen Nass, nur soweit auseinander, dass die Schiffe der 2.4mR-Klasse noch hindurch passen. Denn auf dem Plauer See findet die Plauer Nevellüücht-Regatta statt. Ein ganzes Wochenende heißt es: Mast- und Schotbruch sowie möge der Beste gewinnen.

Zu diesen gehört Heiko Kröger. Martin Doller, Vorsitzender des Vereins Plauer Hai-Live e.V., erklärt: „Heiko ist einer der besten Segler derzeit. Er ist derzeitiger Weltmeister. Schon am ersten Wettbewerbstag hat er viele Segler hinter sich gelassen.“ Doch abgerechnet wird ganz am Ende, d.h., wenn alle Regatten gefahren sind. Nicht nur der Saisonabschluss der 2.4mR-Bootsklasse findet auf dem Plauer See statt, sondern auch die offene Landesmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommern des Verbandes für Behinderten- und Rehasport (VBRS). „Wir haben zwei Veranstaltungen parallel laufen. Die Nevellüücht-Regatta ist die ureigenste unseres Vereins“, erklärt Martin Doller.

Immer wieder segeln die kleinsten Boote am Startschiff vorbei. „Das muss so sein, damit wir abhaken können, ob alle angemeldeten Starter bei der Regatta da sind“, erklärt der Plauer Hai-Live-Vorsitzende. Die Boote haben mehrere Vorteile, zum einen können sie nicht sinken, zum anderen können sie auch nicht kentern. Doch der Clou, der kommt oben drauf. „Die Boote sind für Handicap-Segler geeignet, denn sie sind mit Fuß oder Hand zu steuern“, erläutert Martin Doller, der eigentlich selbst gern in einem der Boote gesessen hätte. Doch leider stehen dem Verein derzeit nicht die Mittel zur Verfügung, um genügend Boote anzuschaffen.

Dann wird es Ernst. Martin Doller greift zu seiner Tröte. Zweimal gibt sie einen sehr lauten Ton von sich, alle Segler machen sich bereit. „Jetzt wissen alle Teilnehmer, dass es in sechs Minuten den Startschuss gibt“, verdeutlicht Martin Doller weiter.

Alle Teilnehmer sammeln sich auf Höhe des Startschiffs und warten auf das Signal. Jetzt ist es wichtig aufzupassen. Denn die Boote dürfen sich nicht berühren beim Start, das gibt Punktabzug. Ein weiteres Hindernis erklärt Martin Doller: „Alle Schiffe, die ihre Segel jetzt auf der linken Seite haben, haben Vorfahrt. Wer sein Segel auf der anderen Seite hat, muss warten.“ Gar nicht so einfach. Doch für versierte Segler ist das kein Problem.

Nach allen Regatten und der Auszählung steht am Sonntagnachmittag der Sieger fest. Derjenige, der die wenigsten Punkte hat, hat gewonnen. Und Martin Dollers Gefühl trog nicht: Heiko Kröger konnte als amtierender Weltmeister ganz knapp gewinnen, gefolgt von Lasse Klötzing auf dem 2. Rang und Ulli Libor, dem Grand Seigneur des Deutschen Segelsports, auf Platz 3. Mit der untergehenden Sonne ging dann auch ein erfolgreiches Seglerwochenende mit einem neuen Teilnehmerrekord auf dem Plauer See zuende – Mast- und Schotbruch bis zum nächsten Jahr.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen