Apachen-Live-Show : Auch mit „Blutsbrüder“ begeistert

Wolfgang Kring bei seinen Sprüngen mit Chahé
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Wolfgang Kring bei seinen Sprüngen mit Chahé

Neues Programm zum Jubiläum: 25. Apachen-Live-Show mit Chefindianer Wolfgang Kring auf der Naturbühne Neu Damerow

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01. August 2016, 12:00 Uhr

Diese Premierenvorstellung auf der Naturbühne in Neu Damerow wollten sich viele nicht entgehen lassen, bereits eine halbe Stunde vor dem Beginn war die Rasenfläche gut gefüllt. Der Start musste wegen „Stau auf den Anfahrtswegen“ sogar um zehn Minuten verschoben werden. Unter den vielen Gästen auch eine Gruppe Jugendlicher aus Nortorf in Schleswig-Holstein, die Ferien in Dobbertin machen. Auch sie kamen mit Decken und Campingstühle wie viele andere, denn Sitzreihen wie auf anderen Freilichtbühnen sucht man vergebens. Gerade diese Natürlichkeit, das Spüren des Pferdegetrappels direkt unter der Haut macht das Flair dieses Spektakels aus. Etliche, vor allem Kinder, kommen stilgerecht. Aus Anlass des Jubiläums hat sich Chefindianer Wolfgang Kring wieder etwas Neues einfallen lassen. Ein riesiges Bühnenbild (36 Meter lang, 5,70 Meter hoch) mit einem Blick auf den Grand Canyon versetzt den Zuschauer noch besser in das Geschehen. Vor dieser imposanten Kulisse finden die Kämpfe der Ureinwohner und der US-Kavallerie statt, während andere Szenen vor dem Fort, im Indianerdorf oder in der Stadt spielen. Es ist die Zeit der Vertreibung der Ureinwohner in die Reservate, die gewaltsam und ohne Rücksicht auf die Menschen durchgeführt wurden und deren Auswirkungen noch heute in den USA zu spüren sind. Auch Kring hat sich diese Ereignisse zum Vorbild seiner Geschichte genommen. Wenn auch die Handlung fiktiv ist, so ist es so oder so ähnlich den Indianern ergangen und noch heute stehen die Namen wie Sitting Bull, Geronimo oder Grazy Horse und die Schlachten am Wounded Knee oder am Little Bighorn für diese Zeit.

Im Indianerdorf stehen indianische Zeremonien und Mythen im Mittelpunkt, während ein gewisses Lodderleben der Weißen und Öl sowie Dollarscheine in der Stadt das Image prägen. Kring zeichnet in seiner Geschichte ein interessantes Leben jener Zeit und vergisst trotz aller Dramatik nicht den Tropfen Humor, der auch bei ihm nicht fehlen darf und seine tollen Stunts hoch zu Ross über Feuer ergänzt.

Anja Schladitz aus Trams bei Neukloster ist seit 20 Jahren dabei und begann als 12-Jährige, die eigentlich nur reiten lernen wollte. „Es ist Spaß und das jedes Jahr aufs Neue eine Squaw spielen ist super“, sagt sie. Zu den Auffälligen seit Jahren gehört auch die Parchimerin Stephanie Papenfuß, die mit ihrem Federschmuck als indianischer Krieger agiert. Anna Trampota (13) mit ihrer Schwester Charlotte (11) aus Wendisch Waren sind dagegen das erste Mal dabei. Vor fünf Jahren war Anna noch Zuschauerin und steckte sich damals mit dem Indianer-Virus an. Ein Tipi steht zu Hause und Kring holte sie zur Schau und dort spielt sie in einer Stadtszene sogar live eine Geige, während die kleine Schwester stolz ist, dass sie sogar eine Sprechrolle hat. Am Ende können die Fans auf die Bühne strömen, sich mit den Darstellern fotografieren lassen oder Autogrammen einheimsen. Auch der kleine Paul (7) aus Perleberg, der mit seinen Eltern gekommen ist, bekommt sein Autogramm und das in sein Buch „Der letzte Mohikaner“.

Die nächsten Vorstellungen sind am 6., am 13. und am 20. August jeweils um 18 Uhr sowie an den Sonntagen 7., 14. und 21. August jeweils um 16 Uhr in Neu Damerow. Karten gibt es an den Kassen am Eingang, Parkplätze sind vorhanden und der Spielort liegt an der Bundesstraße 192 zwischen Goldberg und Karow.


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