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20. November 2017 | 13:11 Uhr

"Armleuchteralge" holt Rallye-Pokal

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erstellt am 21.Jul.2013 | 06:46 Uhr

Plau Am See | Das war ein Fest ganz nach dem Geschmack des Publikums: Tausende hatten es sich im Uferbereich zwischen Hühnerleiter und Hubbrücke bequem gemacht, die besten Plätze waren direkt am Ufer, denn bei strahlendem Sonnenschein und heißen Temperaturen konnte man hier die Beine im kühlen Nass baumeln lassen. Dass es auch in den oberen Bereichen etwas feucht wurde, dafür sorgten die 18 Bootsbesatzungen, die sich am Sonnabend auf die 579 Meter lange Strecke begaben. Die berühmten Wasserschlachten gab es diesmal weniger zwischen den Booten, dafür wurde das Publikum einbezogen. Sprecher Christian König, in diesem Jahr das 20. Mal aktiv dabei, hatte mehrfach gemahnt, es nicht zu übertreiben, da auch viele Zuschauer wertvolle Video- und Fototechnik dabei hatten. Aber letztlich gehört es dazu und wenn es im Rahmen bleibt…

Die Bootsbesatzungen hatten sich wieder mit viel Phantasie an die Gestaltung ihrer Fahrzeuge und Kostümierung gemacht. Im Mittelpunkt standen politische Themen, die mit einem Augenzwinkern kabarettistisch aufbereitet waren. Die Tauch- und Schwimmschule Plau meinte, "wir hören alles auch unter Wasser" und spielte auf den Abhörskandal der Amerikaner an. Udo Pries, zum 14. Mal mit seiner Familie dabei, nahm den bevorstehenden Wahlkampf und die damit verbundenen Versprechungen aufs Korn. Die Idee von Ralf Schauland wurde bestens umgesetzt und so war der berühmte Baron Münchhausen auf der Elde. Das Siegerboot, die "Armleuchteralge" kam von Ines Hartmann und ihrem Scheunenteam aus Plau und spielte auf die Forderungen der EU an, die den Plauer See zum FFH-Gebiet erklären will.

Obwohl die Sonne mit ganzer Kraft schien, hatte sich sogar der Weihnachtsmann auf die Elde gewagt. Carola Rohde aus Plau kam mit einer lustigen Weihnachtsparade, während Mareen Schmidt mit ihren Freundinnen aus Rogeetz den Junggesellinnenabschied feierte und mit Cindy in den Hafen der Ehe segelten.

Immer wieder eine Augenweide sind die jüngsten Teilnehmer, die in eigener Klasse starten. Ob Lina Sophie Dau als Zauberfee oder Pia Hartleb mit ihren Freundinnen die Elde zur Sesamstraße erklärten und mit Erni, Bert und dem Reporterschaf Wolle kamen - sie kämpften sich ebenfalls per Muskelkraft über die Strecke und erhielten viel Applaus.

Erstmals waren die Lewitz-Werkstätten aus Parchim, Spornitz und Ludwigslust in der Teilnehmerliste zu finden. An ihrem "MS Lewitz I" haben sie seit März gebaut und alle Bereiche haben sich daran beteiligt. Sechs Personen treiben das Gefährt als Pedalritter an. "Ausschlaggebend für unsere Teilnahme, war die Gemeinschaft, die wir hier leben und erleben", meinten sie und versprachen, dass sie auch im nächsten Jahr wieder kommen wollen, "wenn das Boot nicht untergeht". Das aber war nicht der Fall und so darf man gespannt sein, mit welcher Idee sie das nächste Mal kommen. Auch das Gemeinschaftsboot von Hagebaumarkt, SVZ und EGL kam bis ins Ziel, so wie alle anderen. Und das war angesichts des zuweilen starken Gegenwindes nicht leicht, vor allem für die Boote mit größerem Aufbau hatten, die dem Wind Widerstand leisteten.

"Das die Rallye sich so entwickeln wird, hatten sicher viele nicht gedacht, als im Juni 1990 die ersten Boote starteten. Heute ist die Rallye Touristenmagneten und Wirtschaftsfaktor. Das Wetter stimmt, die Laune auch, und wir können rundum zufrieden sein", meinte Bürgermeister und Schirmherr Norbert Reier, der bereits jetzt an die Auflage im kommenden Jahr denkt. Dann ist es die silberne Rallye, die zum 25. Male starten wird.

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