Lübz : Angelsaison eingeläutet

Zog einen prachtvollen Spiegelkarpfen an Land: Klaus Bettler.
Zog einen prachtvollen Spiegelkarpfen an Land: Klaus Bettler.

Petrijünger trafen sich am Wockersee - Gesunder Fischbestand

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08. Mai 2018, 21:00 Uhr

Frühnebel lag noch über dem Wasser, als sich 23 Angler des Vereins „Wockersee“ zum ersten diesjährigen Gemeinschaftsangeln an ihrem Hausgewässer trafen. Petrus, der Schutzpatron der Angler, hatte nicht nur für ausgezeichnetes Wetter gesorgt, sondern auch für einen guten Appetit der Fische in den frühen Morgenstunden. Allerdings nahm die Beißlaune mit der zunehmenden Sonnenstrahlung merkbar ab. Gelegenheit für die Angelfreunde am Frühstücksbuffet, das der Vorstand wie immer am Gewässer vorbereitet hatte, sich eine kurze Angelpause zu gönnen. So konnten sie einen heißen Kaffee schlürfen oder eine Ludwigsluster Bockwurst mit Bautz’ner Senf genießen.

Ziel des Gemeinschaftsangeln ist es, nicht einfach nur Fische zu fangen, sondern auch den Gesundheitszustand der verschiedenen Fischarten nach der Winterperiode zu begutachten. Auch der allgemeine Zustand des Gewässers muss eingeschätzt und die übrige Tierwelt am und im Gewässer beobachtet werden. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Förderung des Gemeinschaftssinns der Vereinsmitglieder. Gefangen wurden Schuppen- und Spiegelkarpfen, Barsche, ein Hecht, Plötzen, Bleie, Güstern, Rotfedern, Ukeleis und schlechtwüchsige Plieten. Diese entstehen in der Regel aus einer Kreuzung von Blei und Güster. Sogar ein Flusskrebs hatte sich an einem Maisköder vergriffen und wollte ihn partout nicht loslassen. Summa summarum – der Fischbestand des Gewässers ist in einem guten Zustand. Es konnten keine Fischkrankheiten, Verpilzungen und keine Ektoparasiten auf der Haut oder den Kiemen festgestellt werden. Empfohlen wird allen Anglern, stärker in den Plietenbestand einzugreifen und diesen Fisch auf keinen Fall in den Wockersee zurück zu setzen. Auffällig in der letzten Zeit ist der starke Rückgang der Wasservögel. Das betrifft Stockenten, Haubentaucher und Blesshühner. Ursache ist vermutlich die Zunahme von Fischottern und Waschbären, die die Gelege der Wasservögel plündern. An bestimmten Uferbereichen findet man auch zunehmend zertrümmerte Teichmuschelschalen, deren Inhalt von Fischottern oder Bisamratten gerne gefressen wird.

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