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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

20. November 2017 | 13:06 Uhr

Architekten-Preis : Anerkennung für Lübzer Rathaus

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Große Anerkennung für das Lübzer Rathaus: Der Bund Deutscher Architekten (BDA) würdigt den Alt- und Neubau-Komplex mit einer Auszeichnung. Inmitten des Marktplatzes in Lübz ragt es in den Himmel.

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erstellt am 12.Apr.2013 | 09:54 Uhr

Lübz | Große Anerkennung für das Lübzer Rathaus: Der Bund Deutscher Architekten (BDA) würdigt den Alt- und Neubau-Komplex. Inmitten des Marktplatzes in Lübz ragt es in den Himmel. Viele kennen es schon seit Jahren, sind schon mehr als nur einmal durch die große schwere Tür geschritten - sei es seinen Personalausweis zu beantragen oder mit Bürgermeisterin Gudrun Stein zu sprechen. Das Lübzer Rathaus, Am Markt 22, steht seit vielen Jahrzehnten seinen Einwohnern offen. Vor seinen Gemäuern tummeln sich auf dem Marktplatz in der fünften Jahreszeit zahlreiche Narren und wetten mit der Bürgermeisterin immer wieder aufs Neues. In den Räumen stapeln sich Papiere, Akte, Dokumente. Geheiratet wird nebenan im Standesamt, die ein oder andere Versammlung wird im Bürgersaal abgehalten, Stadtvertreter diskutieren und beschließen immer wieder Neues. Im und um das Rathaus Lübz herum geschieht jeden Tag etwas Neues - und jetzt wurde seine Architektur gewürdigt: Sein Aussehen, seine jetzige Architektur wird mit der Bund-Deutscher-Architekten-Auszeichnung gewürdigt.

Historie: Früh im 19. Jahrhundert gründete sich 1812 das Amt Lübz-Marnitz. Im Laufe der Jahre übernahm die Amtsverwaltung immer mehr Ortschaften aus Plau. 1879 löste sich die Amtsverwaltung Goldberg-Plau auf und dem Amt Lübz-Marnitz angegliedert. Damit wurde dieser Amtsbereich zum größten des damaligen Herzogtums Mecklenburg-Schwerin. Das damalige Gebäude Amt Markt (damals hieß der Platz Amtsfreiheit) entstand in den Jahren 1895 bis 1989 und diente 1952 als Amtsgerichtsgebäude. Danach zog in das Backsteinhaus die SED-Kreisleitung des früheren Kreises Lübz. Die Stadtverwaltung mit all seinen Aufgaben zog erst mit der Wende ein - am 18./19. Januar 1990. Wenige Jahre später wird das Rathaus Lübz aufwendig saniert: In den Jahren 1995/1996 erhält es sein heutiges Aussehen mit einem modernen und eleganten Glanz gepaart mit der denkmalgeschützten Backstein-Fassade des Altbaus. Die Architektur des Neu- und Altbaus haben damals die Architekten Autzen & Reimers Architekten BDA Berlin übernommen. Die Bausumme betrug rund 3,2 Millionen Euro, der Bauherr war die Stadt Lübz selbst. Jetzt wird dieses millionenschwere Bauvorhaben ein weiteres Mal gewürdigt. Denn schon 2010 erhielten die Architekten aus Berlin den Landesbaupreis Mecklenburg-Vorpommern.

Der BDA-Preis 2013 wird in Mecklenburg-Vorpommern bereits zum dritten Mal ausgelobt. Vorbildliche Bauten sollen dabei gewürdigt werden. Der Hauptpreis, der BDA-Preis MV 2013 geht nach Schwerin, an die ecolea-Internationale Schule Schwerin.

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