Lesung in Lübz : Anekdoten aus dem DDR-Alltag hören

Bei der Lesung, die heute Abend im Lübzer Mehrgenerationenhaus stattfindet, geht es um den DDR-Alltag.
Bei der Lesung, die heute Abend im Lübzer Mehrgenerationenhaus stattfindet, geht es um den DDR-Alltag.

Schriftstellerin Elke Ferner liest morgen Abend im Lübzer Mehrgenerationenhaus

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30. November 2017, 21:00 Uhr

Kurzgeschichten zum Schmunzeln aus dem DDR-Alltag gibt morgen Abend um 19 Uhr Elke Ferner, ehemalige Bürgermeisterin der Gemeinde Eldena, im Mehrgenerationenhaus (MGH) in der Schulstraße (direkt neben der Stadtkirche) zum besten. Veröffentlicht wurden sie in ihren Büchern „Anekdoten zur DDR“. Die Lesung gehört zur erst jüngst ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe „Der karierte Sessel“, zu deren Auftakt das MGH Bürgermeisterin Gudrun Stein als Vortragende begrüßen konnte.

Nach eigener Aussage habe Elke Ferner „als leidenschaftliche Heimatforscherin“ schon seit Jahrzehnten viele Begebenheiten aufgeschrieben. Im Frühjahr 2014 fand sie einen Verlag, der bereit war, ihre notierten Anekdoten aus dem Leben in der DDR zu drucken. Ein Jahr später folgte der zweite Teil.

Notizen aus mehreren Jahrzehnten

„Der Tenor meiner Geschichten bezieht sich dabei auf den Alltag“, sagt Elke Ferner. Gezeigt werde unter anderem, wie die Bürger im Dorf lebten, zusammenhielten und an der Verschönerung ihres Dorfbildes selbst mitwirkten. Angesprochen werden verschiedene Lebensbereiche.

Die sehr unterschiedlichen Kurzgeschichten berichten aus dem Leben des einfachen Bürgers, handeln in der Anfangszeit wie auch vom Untergang der Republik. Es seien zahlreiche eigene Erlebnisse, aber auch Berichte aus dem engen Freundeskreis. „Dabei achtete ich allerdings sehr auf Wahrheitstreue, weshalb ich mir erzählte Geschichten mehrfach mit denen abstimmte, um die es ging“, berichtet die Autorin. „Ich wollte keinerlei falschen Touch hineinbringen.“

Ein großes Thema war zum Beispiel die Wohnung – die Suche nach ihr, Hausbau mit Notwendigkeit einer Baukennziffer, Bedingung einer Ehe für Wohnungszuweisung, Probleme bei der Materialbeschaffung… Im politischen Bereich geht es unter anderem um die strengen Maßstäbe der Partei und weil Konsumgüter äußerst schlecht zu bekommen waren, machte man sich zum Kauf eines Teppichs oder Auspuffs auf in die CSSR. Zu hören gibt es lustige Begebenheiten zum Thema Alkohol, einiges im Zusammenhang mit dem Leitsatz „Aus den Betrieben ist noch viel mehr heraus zu holen“ und der unmittelbaren Wendezeit. Vieles sei heute kaum noch vorstellbar.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, Spenden sind willkommen. Ab 18 Uhr wird wieder für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt sein.

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