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SVZ-Samstaginterview : Am liebsten zu Wasser oder auf Rädern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der Lübzer Karl-Joachim Rohde hat viele Leidenschaften: Der Stadtvertreter liebt Motor- und Fahrräder und das Wasser. Seine Familie sind seine persönlichen Helden.

svz.de von
erstellt am 02.Mai.2014 | 16:33 Uhr

Bereits in der dritten Generation und seit knapp 40 Jahren führt Karl-Joachim Rohde seinen Laden Am Markt 1 in der Eldestadt. Als selbstständiger KfZ-Meister haben es ihm aber vor allem alle zweirädrigen Gefährte angetan – ob motorisiert oder per menschliche Kraft in Gange gesetzt. Der Vater zweier Kinder (und Großvater von ebenfalls zwei Enkelkindern) hat Thomas Stengel die 20 Fragen zum Samstag beantwortet.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?
Ich bin gerne zu Hause oder auf dem Wasser der Mecklenburgischen Seenplatte. Dort fahre ich gerne mit dem Boot umher, genieße die Sonnenstrahlen und entspanne.
Wären Sie Bürgermeister, was würden Sie sofort ändern?
Ich bin ja nun seit 20 Jahren Abgeordneter und ich weiß, was Bürgermeister in der Lage sind, ändern zu können. Wäre ich Bürgermeister, würde ich die jetzige Richtung weiterverfolgen und hoffen, dass die Parteien auch dann noch so übergreifend miteinander zusammenarbeiten. Ich denke, die Ausrichtung in Lübz hat der Stadt gut getan und deswegen würde ich sie beibehalten.
Wo kann man Sie in der Region am ehesten antreffen?
Zu Hause, auf dem Wasser oder eben in meinem Laden. Hier arbeite ich ja täglich von 7 bis 18 Uhr. Obwohl ich Geschäftsführer bin, schraube ich aber auch jeden Tag. Büro-Arbeit ist nicht mein liebstes Steckenpferd, das Praktische in der Werkstatt hingegen schon.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient ?
Schon als Zehnjähriger habe ich erste Fahrräder repariert und aufgespeicht, also Speichen auf die Felgen gezogen. Dafür habe ich nicht mal fünf Mark erhalten, um ein wenig mein Taschengeld aufzubessern. Nebenbei habe ich dann auch schon in einer Werkstatt gearbeitet.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Als ich 16 war, hab ich mir davon zum Teil eine SA1 finanziert. Da hat mein Gespartes aber nicht voll gereicht, den Rest hab ich dann zum Geburtstag geschenkt bekommen.
Was würden Sie gerne können?
Fremdsprachen, aber vor allem Englisch. In der Schule wurde das ja damals nicht für wichtig gehalten, denn Russisch galt als Weltsprache. Und von dem bisschen Englisch in den Nachmittagsstunden ist heute nicht mehr viel hängen geblieben. Aber heutzutage ist diese Sprache wichtiger denn je, ob nun vom PC bis übers Reisen. Bei Schiffsreisen muss man sich ja schon auf Englisch einstellen, sonst ist man aufgeschmissen.
Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit, Unaufrichtigkeit, Selbstüberschätzung und Überheblichkeit stören mich an Menschen. Teilweise kann ich dann ja auch nicht zurückhalten und sage dann, was ich über die Menschen denke.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich lache viel und gerne. Meistens amüsieren mich viele verschiedene Situationen am Tag.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich bin zu schnell mit dem Auto gefahren, wurde aber zum Glück nicht geblitzt. Besonders mit dem neuen Punktesystem in Flensburg sollte man jetzt vorsichtig sein.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Meine komplette Familie ist für mich heldenhaft. In der vergangenen Zeit gab es bei uns große gesundheitliche Probleme, die haben uns aber nur noch mehr zusammengetrieben. Der Zusammenhalt ist seitdem noch stärker.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Das große DDR-Motorradbuch“. Generell lese ich gerne Fach-Literatur und spezifisch über Motorräder oder -sport. Abends zum Abendbrot les ich dann immer die Tageszeitung.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Die Tagesschau, allerdings gefällt mir das neue Studio nicht wirklich. Das Vorherige wirkte gemütlicher.
Wo trifft man Sie eher – auf dem Fußballplatz oder bei einer Sportübertragung vor dem Fernseher?
Vor dem Fernseher, da seh ich liebend gerne Motorsport oder Billard oder Snooker. Das eine ist ruhig, das andere eher lebhafter und lauter. Ich mag den Mix.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Aus politischer Sicht gerne mal die Bundeskanzlerin. Mit ihr würde ich gerne über ganz normale Themen, aber auch politische reden. Zwar ist die Südbahn-Angelegenheit sehr lokal, aber schließlich ist sie die Bundeskanzlerin. Was mich außerdem ärgert sind die Diäten der Politiker. Da bekomme ich einen roten Kopf, vergleicht man die Gehälter von Arbeitnehmern und Politik-Diäten.
Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei auf den Tisch?
Entweder Döner oder Chinesisch. Der richtige Döner muss alles drauf haben, Zwiebeln und auch Chili-Sauce. Aus der chinesischen Küche mag ich vor allem das Schweinefleisch Chop Suey.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönsten Erinnerungen?
„Jugendliebe“ aus den 70er Jahren von Ute Freudenberg. Zu der Zeit habe ich meine Frau kennen gelernt. Heute sind wir rund 40 Jahre zusammen und davon 37 verheiratet. Und seitdem arbeite ich jeden einzelnen Tag mit ihr zusammen.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?
Zur Silberhochzeit schenkten unsere Kinder uns eine Woche in einem Wellness-Hotel an der Ostseeküste. Das war herrlich, man konnte komplett abschalten. Daran erinner ich mich sehr gerne.
Welchen Traum möchten Sie sich erfüllen?
Mit meiner Frau möchte ich wieder aufs Wasser.

Was würden Sie als Rentner machen?
Nach Möglichkeit mich auf dem Wasser bewegen oder Reisen. Im Sommer würde ich mich auf der Mecklenburgischen Seenplatte umhertreiben. Im Winter würde ich gern einmal in die Südsee reisen. Auf jeden Fall muss es mit Wasser zu tun haben.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Meinem Freund Karl-Heinz Dobbertin, dem Chef der Stadtwerke. Er ist durch und durch am Lübzer Leben beteiligt. Er hat viel für die Stadt organisiert, beruflich als auch über den Gewerbeverein. Ich glaube, er hätte einiges Interessantes zu erzählen.

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