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Winterwanderung Woosten : Am „Großen Stern“ Spuren lesen

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Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Um die 60 Teilnehmer fanden sich zur Winterwanderung am Gerhard-Cornelsen-Haus in Wooster Teerofen ein

svz.de von
erstellt am 08.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Festes Schuhwerk hatten an diesem Tag wohl nahezu alle Wanderlustigen an. Zumindest waren sie hilfreich. Schließlich startete früh morgens die diesjährige Winterwanderung des Heimatvereins Wooster Heide e.V.. In diesem Jahr ein wenig verspätet, aber das Winterwetter ließ den Organisatoren keine andere Wahl (wir berichteten).

An dieser Station gab es Wissenswertes aus dem Wald zu erfahren.
An dieser Station gab es Wissenswertes aus dem Wald zu erfahren. Foto: Ricarda Ludwig-Strauß
 

Rucksäcke, Hüte, Wanderstöcke oder auch Nordic-Walking-Utensilien fehlten ebenso wenig, wie der ein oder andere Vierbeiner. Um die 60 Teilnehmer waren nach Wooster Teerofen gekommen, um vom Gerhard-Cornelsen-Haus in die nähere Umgebung der Naturpark-Region Nossentiner-Schwinzer Heide zu starten. Schnell wurden die Gruppen eingeteilt und dann ging es los; immer dabei – ein sachkundiger Wanderführer. Vorbei am Langhagensee folgten die Wanderer dem Heuweg. Dort fielen den Teilnehmern sofort mehrere Holzkästen auf, die an den Bäumen hängen. Was die wohl auf sich haben? Die Holzkästen sind Schlafplätze für gut 500 Fledermausrassen, erklärte Henry Fritz vom Naturpark. Übrigens: Um genau zu wissen, wie viele und welche Arten von Fledermäusen nachts durch die Region flattern, werden diese gezählt, beringt und gechipt.

Gisela und Gerhard Cornelsen werten das Quiz gemeinsam aus.
Gisela und Gerhard Cornelsen werten das Quiz gemeinsam aus. Foto: Ricarda Ludwig-Strauß
 

Am sogenannten „Großen Stern“ angekommen, gab es gleich die nächsten Erklärungen. Den Namen hat dieser Standpunkt daher, weil mitten im Wald von ihm sieben Wege abgehen. Verwundert schauten sich an dieser Stelle einige aus der Gruppe um. Warum haben die Kiefern so wenige Nadeln? „Das hängt mit dem Kiefernspanner, einem Baumschädling zusammen. Er befällt massiv die Kiefern, sodass diese ihre Nadeln verlieren und auch absterben“, erläuterte Henry Fritz. Der Tour weiter folgend gab es immer wieder Wissenswertes zur Flora und Fauna. Der Serrahn ist zum Beispiel 722 Hektar groß, dort angekommen, erstreckte sich eine riesige Wiese, auf der mittlerweile auch Wasserbüffel zu Hause sind. Sie wurden vor einiger Zeit in der Nähe von Wendisch Waren ausgewildert. An Sandhof vorbei schlenderten die Teilnehmer in Richtung Damerower See, einem Flachwassersee, weil er nicht tiefer als zehn Meter sein soll. Und in der Nähe vom Paschensee durchquerten die Wanderer einen „vitalen Wald“, mehrere Baumarten wie Kiefern, Buchen und Douglasien stehen dort.

Nach gut neun Kilometern waren die Gruppen in Wooster Teerofen wieder angekommen. Mit Erbsensuppe wurde sich am Lagerfeuer gewärmt. Bei der Quiz-Auswertung durch Gerhard Cornelsen persönlich zeigte sich anschließend, dass sich das Zuhören bei der Wanderung gelohnt hatte. Für Ingo Ganske, dem Vereinsvorsitzenden stand eines fest: „Es war ein sehr gelungener Wandertag, ich habe mich sehr über die Resonanz und die gute Orgsanisation gefreut.“

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