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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. November 2017 | 17:05 Uhr

Plau am See : Altstadt bald um eine Perle reicher

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Kirchgarten wird umfangreich umgestaltet / Städtebauförderung macht’s möglich

von
erstellt am 27.Aug.2014 | 20:45 Uhr

Rund um die Marienkirche läuft momentan Plaus letzte große öffentliche Maßnahme im Rahmen der Städtebauförderung. Nach der Gestaltung des unteren Teils des Parkplatzes am Markt und dem dann folgenden oberen Bereich ist im August mit dem dritten Abschnitt der Großmaßnahme begonnen worden: Der Neugestaltung des Kirchgartens. Die wird ca. 336 000 Euro kosten, zu 60 Prozent gefördert und voraussichtlich Ende Oktober abgeschlossen sein.


Drei in einem Boot


Jahre hatte es für Vorbereitungen und Planungen gebraucht. Das Finale, an deren Ende der Marktplatz mit angrenzendem Kirchgarten Plaus Altstadt um eine städtebauliche Perle reicher machen soll, sitzt die Stadt gemeinsam mit der Kirchenkreisverwaltung und dem Kirchgemeinderat in einem Boot. In sämtlichen Gremien hatten sich die Projektpartner mit dem ehrgeizigen Vorhaben beschäftigt. Dennoch war die anschließende Einwohnerversammlung, die Gelegenheit für weitere Vorschläge, Einwände und Anregungen geboten hatte, schlecht besucht.

Um so größer ist das Interesse bei Einwohnern und Touristen, seit die Arbeiten laufen. Sieben Bäume waren gefällt worden. „Birken, Lärchen, eine Fichte“, wie Bauamtsleiter Klaus Baumgart erklärt. Ein unpopulären Eingriff, der jedoch notwendig gewesen sei, „da diese Bäume krank und nicht mehr standsicher waren.“ Während die großen Linden links der Kirche nur einen Gesundungs- bzw. Erziehungsschnitt brauchen, steht die Entscheidung zur Kastanie links noch aus. „Sollten wir den von der Moniermotte befallenen Baum abnehmen müssen, wird er durch einen neuen Großbaum ersetzt“, so der Bauamtsleiter.

Ziel der Umgestaltung, die im Grün wie auch baulich erfolgt, sind die Aufwertung aber auch ein intensiveres Erleben des Ensembles. Gelingen soll das durch klare Fluchten einerseits und den Ausbau des bisherigen Grünbestandes andererseits. „Wir werden insgesamt 17 Bäume, genauer gesagt neue Linden pflanzen“, erklärt Baumgart die Grünplanung. Wie er betont, werden das keine Jährlinge sein, sondern drei, vier Meter hohe Bäume. Eine Hainbuchenhecke wird sowohl Nordseite als auch Rückfront der Kirche einfassen, wobei hier auch weiterhin kleine Freiflächen für das Café, die Pizzeria und eine Parknische vorgesehen sind.


Mehr Struktur und Linie


Mehr Struktur und Linie soll der Garten durch die Graniteinfassung der instandgesetzten bzw. neu angelegten Wege erreichen. Granitborde geben dem nicht niveaugleichen Ensemble den äußeren Rahmen. Auf diese Weise solle die jetzt noch vorhandene optische Lücke zwischen Markt und Kirchgarten geschlossen werden.

Was auch erhalten bleibt, ist der kleine Spielplatz. „Nur haben wir vor, ihn weiter Richtung Kircheneingang zu verlegen“, so Baumgart. Bei der Auswahl der Spielgeräte soll übrigens einer der Kindergärten zu Rate gezogen werden. „Das sind die Experten, und von ihnen lassen wir uns doch gerne beraten“, lacht Baumgart.

Im Garten wird es künftig Bänke geben, weiterhin das Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges, das zurzeit instand gesetzt wird… und am Rande auf südlicher Seite auch eine neue öffentliche Toilette. Der Förderantrag für ihren Bau läuft. „Wir werden das alte Häuschen abreißen und neu bauen“, erklärt Baumgart. Näher an der Kirche als die jetzige, kann sie auch von Konzert- oder Veranstaltungsbesuchern in der Kirche genutzt werden. Das frei werdende Areal Auf dem Eichberg – schon jetzt zum Teil bebaut – soll für weiter Wohnbebauung zur Verfügung stehen.

Normalerweise sind den Plauern ihre Sommermonate heilig. Sie nehmen Rücksicht auf den Tourismus. Anders bei der jetzt auf Hochtouren laufenden Maßnahme. „Wir mussten sie in die Saison legen, da wir nur so direkt im Anschluss die umfangreichen Pflanzmaßnahmen durchführen können“, räumt der Plauer Bauamtsleiter ein.

 

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