20 Fragen zum wochenende : Alte Traditionen im Plauer Fischerhaus

Am Liebsten entspannt der Gastronom hier: Auf seiner Terrasse  direkt an der Metow.
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Am Liebsten entspannt der Gastronom hier: Auf seiner Terrasse direkt an der Metow.

Hier wird der Fisch noch wie vor Hunderten von Jahren geräuchert/ InKursen zeigt Inhaber Remo Block die uralte Garmethode/Heute stellt er sich den 20 SVZ-Fragen

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25. Juli 2014, 22:00 Uhr

Schon immer hatte Remo Block etwas mit Gastronomie am Hut. Früher wollte der Plauer Hotelmanager werden, doch dann entschied er sich doch für die Lehre zum Koch. „Durch meine Eltern bin ich zur Gastronomie gekommen“ erzählt der 41-jährige „Sie hatten damals einen kleinen Außer-Haus-Kiosk, der sich mit den Jahren immer weiter vergrößerte. „Anfangs habe ich da mitgearbeitet.“ Später entstand der Wunsch, etwas eigenes auf die Beine zu stellen. „Damals hatte ich echtes Glück, denn das Grundstück direkt an der Metow wurde zu dieser Zeit von der Fischerei verkauft“, erinnert sich Remo Block. Das ist jetzt 14 Jahre her. „Ich dachte mir damals, wenn wir hier schon bauen, direkt am Wasser, dann muss es auch ein Fischerhaus werden“, so der Plauer. Im April 2000 eröffnete der Unternehmer sein eigenes Restaurant und um das Fischerhaus herum entstand zudem ein Ferienpark mit Apartments und Ferienhäusern.

In enger Kooperation arbeitet der Gastronom mit den Plauer Fischern vor Ort zusammen. „Unsere Gäste bekommen den frischen Fisch aus dem See direkt auf ihren Teller“, so Block. Und in der eigenen Räucherschule des Ferienparks können sie zudem lernen, wie die uralte Garmethode funktioniert. Obwohl der Gastronom voll ausgebucht ist und in der Hauptsaison jeder Tag gar nicht genug Stunden haben könnte, nimmt sich Remo Block die Zeit, um die 20 Fragen zum Wochenende gemeinsam mit Volontärin Nadja Hoffmann zu beantworten.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?
Hier auf der Terrasse vor dem Fischerhaus.
Wären Sie Bürgermeister, was würden Sie sofort ändern?
Das ist schwer individuell zu beantworten. Der Bürgermeister sollte ja eigentlich für die Bürger sprechen und ich finde, im Plau kann es so weiterlaufen, wie bisher.
Was wollten Sie als Kind mal werden ?
Wie jeder Junge: Astronaut.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Richtig bewusst habe ich mein erstes Geld in der Schweizer Bergen verdient. Ich habe dort als Koch gearbeitet und meinen ersten Gehaltscheck bekommen.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Passend zum Ort für meine erste Snowboard-Ausrüstung.
Was findet man bei Ihnen immer im Kühlschrank?
Ich habe den großen Vorteil, die Gaststätte genau vor der Tür zu haben, da ist der Kühlschrank immer voll.
Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit und Oberflächlichkeit. Wenn man merkt, dass eigentlich nichts dahinter steckt.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Da gibt es kein einzelnes Erlebnis. Wir waren in der vergangene Woche mit unseren beiden Kindern auf einer Bootstour bis nach Waren unterwegs. Vor allem abends hatten wir viel zu Lachen, es war sehr lustig.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Spontan sagen würde ich da jetzt, ich war mit meinem Motorrad zu schnell unterwegs.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
So direkt habe ich keinen persönlichen Helden. Es kommt immer darauf an, wie man es definiert. Für den Einsatz, den meine Mitarbeiter momentan leisten, sind sie meine Helden.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Pubertät von Jesper Juul. Mein Großer kommt demnächst in das Alter.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Da gibt es keine. Ich bin dann eher der Zapper.
Wo trifft man Sie eher – auf dem Fußballplatz oder bei einer Sportübertragung vor dem Fernseher?
Neuerdings auf dem Fußballplatz. Seit der WM ist der Kleinste ein totaler Fan.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Da gibt es keine konkrete Person. Ich treffe hier ständig neue und sehr interessante Gäste.
Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei auf den Tisch?
Ich esse gern auswärts und schaue auch schon mit kritischem Auge auf das Essen. Aber am liebsten mag ich eigentlich ehrliche Bistro-Küche.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönsten Erinnerungen?
Down von den Stone Temple Pilots. Das sind so die ersten wilden Jahre.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?
Eine bemalte Fliese von einer Künstlerin, die mir eine gute Freundin geschenkt hatte.
Welchen Traum möchten Sie sich erfüllen?
Einmal mit dem Wohnmobil durch Schottland fahren. Aber das kann noch einige Jahre auf sich warten.

Was würden Sie als Rentner machen?
Hier auf der Terrasse sitzen, wenn es denn mein Nachfolger zulässt.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Marco Sturm, ein Kollege und Freund hier aus Plau.

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