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Teilnehmerrekord auf dem Anwesen der Familie Reichelt : Alte Bulldozer haben viele Fans

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Zum 14. Mal trafen sich die Liebhaber von alten Bulldozern, Traktoren, Autos und Dieselmotoren aus dem vorigen Jahrhundert am Wochenende am Heidensee beim Plauer Stadtteil Quetzin.

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erstellt am 01.Jul.2013 | 12:06 Uhr

QUETZIN | Zum 14. Mal trafen sich die Liebhaber von alten Bulldozern, Traktoren, Autos und Dieselmotoren aus dem vorigen Jahrhundert am Wochenende auf dem Anwesen der Familie Reichelt am Heidensee beim Plauer Stadtteil Quetzin.

Lanz, Fendt, Fahr, Deutz, Massey-Ferguson, McCormick, Claas, MAN, Hanomag, Eicher oder Porsche waren dort als Oldtimer versammelt. Mit Famulus, Universal oder Fortschritt waren aber auch namhafte Traktoren aus der DDR-Vor-Wendezeit vertreten. Unter die Boliden der Land- und Forstwirtschaft hatten sich geschickt zig Zweiräder gemischt: Motorroller, Motorräder, Mopeds - Simson oder EMW zum Beispiel. Aber auch Automobile der längst ausgestorbenen Art waren zu bewundern: Wartburgs als Kombis mit lichtdurchflutetem Heckaufbau oder als elegantes Sport-Coupe und natürlich Trabants aller Variationen. Ersten Unentwegte waren bereits am Freitagabend angereist, um sich einen attraktiven Stellplatz mit Seeblick zu ergattern.

Auf sie alle wartete ein begeisterungsfähiges, interessiertes Publikum. Das musste in diesem Jahr auf die in den Vorjahren oft obligatorischen Sonderfahrten mit der Prignitzer Eisenbahn oder dem Traditionszug der Berliner Dampflokfreunde auf der Strecke zwischen Pritzwalk und Güstrow verzichten. "Wir haben das organisatorisch leider nicht hinbekommen - aber vielleicht gelingt es uns im nächsten Jahr", vertröstete Manuela Reichelt die Oldtimer-Fans.

Auf einem schier unübersichtlichen Teilemarkt wurde gekramt, gefachsimpelt und gefeilscht, was das Zeug hielt. Als Attraktion war ein Dampftraktor aus dem Jahr 1896 angereist, der einen Buschholzhacker antrieb. Das gleiche Baujahr hatte der Kartoffeldämpfer, der die Besucherscharen mit der sättigenden Erdknolle versorgte.

Nebenan werkelte der Prignitzer Karsten Bork mit Kettensäge und Trennschleifer und fertigte rustikale Sitzmöbel oder Tierfiguren aus Holz.

Die Oldtimer waren am Sonnabend nach Plau und am Sonntag nach Quetzin zur Ausfahrt eingeladen und legten dort mit ihrem Corso den Verkehr der Wochenendausflügler lahm. Bei etlichen Wettbewerben stellten sie unter Beweis, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen zu zählen sind. Neu in diesaem Jahr war die Ausstellung von Smächtigen Straßenwalzen. Außerdem bereicherte das Technische Hilfswerk aus Parchim die Fahrzeugschau. Für weitere Abwechslung sorgten DJ Frank Richter und seine Assistentin. Der Samstagabend gehörte der Band "Bummms Boys" , die für viel Stimmung sorgte. Zum Frühschoppen am Sonntagvormittag steuerte der Entertainer Willi Freibier seine Späße bei.

Das Oldtimertreffen genießt längst Kultstatus: Aus bescheidenen Anfängen hat es sich zu einem Mekka der Bulldog-Liebhaber mit mehr als 400 Teilnehmern und rund 6000 Besuchern entwickelt, aber dabei seinen familiären Charakter bewahren können. Zu verdanken ist das Manuela, Michael, Tino, Robert, Leonie und Resi Reichelt, die nach wie vor für die Regie dieses Treffens verantwortlich zeichnen. Inzwischen erfahren sie reichlich Unterstützung von Stadt, Feuerwehr und Polizei.

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