Dobbertin : „Als wäre es ihr eigenes Geschäft“

Arbeiten gern in der Dobbertiner Wildmanufaktur: Heidrun Klüdtke und Nils Horn-Petersen.
Arbeiten gern in der Dobbertiner Wildmanufaktur: Heidrun Klüdtke und Nils Horn-Petersen.

„Die gute Seele der Firma“ – heute: Heidrun Klüdtke und Nils Horn-Petersen von der Dobbertiner Wildmanufaktur

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20. Mai 2019, 20:00 Uhr

Die eine gute Seele in seiner Firma gibt es für Dirk Klüdtke, Chef der Dobbertiner Wildmanufaktur, nicht. So nennt er gleich drei Namen, die seinetwegen an dieser Stelle in die Zeitung müssten. Seine Frau Heidrun Klüdtke, der Produktionsmanager Nils Horn-Petersen und Fahrer wie Hausmeister Silvio Winter. Diese Mitarbeiter seien „Allrounder“, in den meisten Fällen fänden sie eigenständige Lösungen – auch wenn der Chef einmal nicht da ist. Auf sie sei „hundertprozentig Verlass“. „Sie kümmern sich um die Sache, als wäre es ihre eigene Firma“, bringt es Dirk Klüdtke auf den Punkt. Das mache sie zu den guten Seelen seiner Wildmanufaktur.

Heidrun Klüdtke und Nils Horn-Petersen sitzen im SVZ-Gespräch nebeneinander. Sofort ist klar, die beiden haben einen Draht zueinander, mögen und verstehen sich, auch ohne viele Worte. Was die gute Zusammenarbeit ausmache, lautet eine der Fragen. „Wir vertrauen einander. Ich kann mich auf sie verlassen“, sagt Horn-Petersen über seine Kollegin. Beide schmunzeln vor sich hin. Schließlich ist es nicht alltäglich, sich gegenseitig nette Dinge zu sagen. Gemeinsam lachen dagegen, das gehöre zu ihrer Zusammenarbeit dazu. „Ja, wir lachen oft und viel“, meint Heidrun Klüdtke. „Wenn es nur ernst wäre, würde es keinen Spaß machen“, ergänzt Nils Horn-Petersen.

Heidrun Klüdtke arbeitet seit fast sechs Jahren in der Dobbertiner Wildmanufaktur. Sie ist gelernte Verkäuferin und sammelte im Handel viele berufliche Erfahrungen. In der Firma ihres Mannes ist sie für Qualitätskontrolle, Versand, Verkauf und Kundenmanagement zuständig. Derzeit kümmert sich die 56-Jährige um Büroarbeiten. Sie sagt, die Arbeit sei ein wichtiger Teil ihres Lebens. „Man hängt sich eben rein und will, dass der Betrieb läuft“, so Heidrun Klüdtke.

Der gelernte Forstwirt Nils Horn-Petersen sieht es ähnlich. „Man will die Firma mit voranbringen und Erfolg sehen“, meint er. Der 28-jährige Familienvater ist für die Wildannahme, das Abziehen und Zerlegen der Tiere, sowie für alle weiteren Schritte der Produktion zuständig. Er schätzt an seinem Job: „Die Abwechslung. Es ist nicht eintönig und jeder Tag ist anders.“ Außerdem sei das Umfeld wichtig, wenn das nicht passen würde, „würde ich mich nicht so sehr einsetzen.“ Die guten Seelen der Wildmanufaktur schätzen die Produkte, die bei ihnen über den Ladentisch gehen. Heidrun Klüdtke esse gern Hirschrücken, ihr junger Kollege nennt Wildschweingulasch als sein Lieblingswild-Gericht.

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