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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. Oktober 2017 | 10:30 Uhr

Plau am See : Als Blutspender ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

DRK-Dienst aus Schwerin registrierte beim Termin in Plau 40 Teilnehmer / DRK-Jugendausbilderin Anke Pohla erste Bluspenderin 2014

svz.de von
erstellt am 07.Jan.2014 | 22:00 Uhr

Rund 40 Freiwillige fanden sich am vergangenen Sonnabend zum ersten DRK-Blutspendetermin des neuen Jahres in der Mehrzweckhalle des Plauer Kinder- und Jugendzentrums ein. Für sie hatten die Schweriner unter Leitung der Doktorin Olga Polovneva ein vierköpfiges Team aufgeboten, darunter zwei Krankenschwestern. „Mir gefällt die positive Motivation, mit der die Spender zu uns kommen“, freute sich die Ärztin. Die Russin stammt aus Kursk und ist seit 2001 in Deutschland. Die Haltung, freiwillig eine gute Tat für das Gemeinwohl zu tun, sei in ihrer Heimat nicht sehr verbreitet. „Russische Blutspender wollen Geld sehen.“ Das sei aber nur einer der Gründe, so die Internistin, weshalb sie nach Deutschland gekommen sei. „Beim Blutspendienst sehe ich fast ausnahmslos gesunde Menschen.“ Zehn Jahre nahm es in Anspruch, bis ihr Studium und ihre Qualifikationen auch in Deutschland anerkannt waren. Zusätzliche Ausbildungslehrgänge und vor allem der Sprachlehrgang seien ein langer und schwerer Weg zur approbierten Ärztin gewesen. Nunmehr freundet sie sich mit dem Gedanken an, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben – aber nur, wenn sie ihre russische behalten darf.

Bei Dr. Polovneva füllen alle pozenziellen Blutspender einen ausführlichen Fragebogen aus, der Auskunft über eventuelle Vorerkrankungen gibt. Außerdem werden Puls und Blutdruck gemessen. „Danach entscheide ich, wer als Blutspender zum Hämoglobin-Test darf.“ An dieser Station wird nach Kontrolle der Personalien der Gehalt an roten Blutkörperchen gemessen, die als Indikator für den Eisengehalt des Spenderblutes gelten und Sauerstoff binden können. Erst wenn dieser Test positiv ausfällt, wird jedem Spender ein halber Liter Bllut abgezapft. Dabei lässt das regelmäßige Pumpen mit einem Gummiball die Venen im Arm anschwellen und erleichtert den Zugang der Zapfnadel. Jeder Blutbeutel wird dann mit Aufklebern bestückt, die eine eindeutige Zuordnung zum Fragebogen und Hämoglobin-Test ermöglichen. Sämtliche Beutel kommen dann in das Zentrallabor nach Neubrandenbaurg, wo der Inhalt genau auf Erreger von Krankheiten wie Hepatitis, Syphilis und Aids oder Drogen untersucht wird. Das meiste Spenderblut (37 Prozent) hat die Blutgruppe A (Rhesus positiv), danach folgen die Blutgruppen 0–positiv (35 Prozent) und B-positiv (9 Prozent). Am seltensten kommen die Blutgruppen B-negativ (2 Prozent) und AB-positiv mit nur einem Prozent vor. Jeder Spender erhält einen Ausweis im Scheckkarten-Format, der die Blutgruppe und seine Teilnahme an Spendenterminen vermerkt. Maximal viermal pro Jahr darf man zur Ader gelassen werden, und man muss volljährig sein.

Zum Abschluss saßen die Blutspender noch gemütlich bei einem stärkenden Imbiss beisammen. Hierbei kamen die Plauer Ehrenamtler des Parchimer DRK-Kreisverbandes ins Spiel: Else Mayer und die dreiköpfige Familie Pohla sorgten für belegte Brötchen und Getränke. Jugendausbilderin Anke Pohla hatte es sich zuvor nicht nehmen lassen, in Plau als erste den Reigen der Blutspender 2014 zu eröffnen. Mitgezählt hat sie nicht, aber sie schätzt, dass sie bislang mehr als 60-mal zur Ader gelassen wurde. Die nächsten Blutspendetermine in der Region finden am 8. Januar in Malchow und am 15. Januar in der Quetziner Reha-Klinik statt. Weitere Termine finden sich im Internet, ausgehend von der Adresse www.blutspende-mv.de

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