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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

11. Dezember 2017 | 01:27 Uhr

musikstadt goldberg : Alles auf Anfang mit Nummer Drei

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Seit 15 Jahren musizieren Felix, Tino, Mike und Christian gemeinsam – sie sind die „Larrikins“ aus Goldberg

von
erstellt am 15.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Sie passen in keine Schublade – die „Larrikins“ aus Goldberg. Felix, Tino, Mike und Christian – sie können auch leise. Sozial- und gesellschaftskritisch sind sie sowieso, politisch auf alle Fälle. Ohne Statements geht’s nicht. Beim dritten Album ist das wieder so. „Wir machen uns keine Gedanken darüber, die Songs in einem bestimmten Genre zu schreiben“, erklärt Mike – genannt Icke. Von allem fließe etwas ein, die Toten Hosen zum Beispiel. Die Larrikins bezeichnen ihre Musik als „non genre music“ – so steht es zumindest im sozialen Netzwerk, bei Facebook. Eines ist den vier Musikern wichtig. „Wir mögen keine Bands, bei denen sich die Songs alle gleich anhören“, sagt Tino. Deshalb ist es bei den Goldbergern anders. Die Texte liefert überwiegend Felix, Sänger der Larrikins. Von ihm stammt auch der Album-Titel „Am Ende war der Mensch“. „Mir ist der Titel irgendwann spät nachts in den Sinn gekommen. Gefallen hat er mir erst gar nicht so gut“, erzählt Felix. Aber den anderen.

Der Titel passt – zu den 14 Songs auf dem neuen, mittlerweile dritten Album der Goldberger Band. „Es geht darum, dass es irgendwann mal knallt“, erläutert Felix. In Song Nummer zwei auf dem Album „Die Schuld daran“ geht es genau darum. „Es ist die Schuld daran, mit der ich als Mensch nicht leben kann. Und diese Welt, die einst so schön, werden Kinder nur noch auf Bildern sehen.“ Solche Textzeilen sind es, mit denen die Larrikins aufwecken wollen. Sie melden sich zu Wort, musikalisch. Und kommen an – vor allem vor heimischer Kulisse. Goldberg, die Musikstadt. Hier sind Felix, Tino, Mike und Christian heimisch, hier proben sie – in der ehemaligen Burg. „Ohne Gustav wäre vieles nicht möglich“, verdeutlicht Felix.

Zur Musikmaschinerie gehört eine Menge. Ein passendes Album-Cover, zum Beispiel. Vieles schwirrte Sara Gerdes bei den Liedern durch den Kopf. „Es war schon aufregend zum ersten Mal ein Album-Cover zu gestalten“, erzählt die junge Hamburgerin. Derzeit ist die 20-Jährige im dritten Ausbildungsjahr zur Mediengestalterin. Etwas Düsteres sollte es sein, keine Frau, kein Mann – ein Mensch eben. Entstanden ist ein Acryl-Bild, dass „ich eingescannt und dann weiter bearbeitet habe“, erläutert Sara Gerdes.

Düster sind wohl auch die Momente, an denen es Pediga-Aufmärsche gibt. Auch dazu haben die vier eine Meinung. Ein Titel auf der Platte sagt es ganz deutlich: „Scheiße (war schon immer braun)“. „Als wir den Song geschrieben haben, gab es Pegida noch gar nicht“, erzählt Felix rückblickend. Mittlerweile ist der Song aktueller denn je. „Die Leute hören uns zu. Deshalb ist es wichtig, dass gerade Musiker sich positionieren“, ergänzt Mike.

Felix, Mike, Tino und Christian sind die Larrikins. Sie kennen sich, schätzen sich. Mit allen Ecken und Kanten. „Wir gehen aufeinander ein“, sagt Christian. An Pfingsten gibt es jetzt ein kleines Geschenk. Auf YouTube gibt es am Montag (16.Mai) eine Video-Premiere von Song Nummer 14. „Wir trinken aufs Leben, komm wir stoßen an. Auf den Moment, auf unsere Freundschaft und auf den Tag, an dem es begann“. Ganz einfach „Aufs Leben“ und auf 15 Jahre Larrikins.

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