Investition : Alle Neubauten jetzt mit Balkon

Freier Blick auf die Stadt: Balkone machen das Zuhause attraktiver.  Fotos: Ilja Baatz
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Freier Blick auf die Stadt: Balkone machen das Zuhause attraktiver. Fotos: Ilja Baatz

Jüngstes Vorhaben der Wohnungs- und Verwaltungs-GmbH Lübz (WVL) von Mietern begeistert angenommen / Nur ein Prozent Leerstand

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30. September 2015, 12:00 Uhr

Zwei Gesellschaften besitzen in Lübz rund 1400 Wohnungen, was bedeutet, dass die Hälfte der Einwohner in ihnen lebt. Das größere Unternehmen von beiden ist mit 900 Stück die Wohnungs- und Verwaltungs-GmbH Lübz (WVL).

An ihre Häuser in der Straße Am Hohen Feld hat sie als jüngstes größeres Vorhaben für rund 300 000 Euro 34 Balkone anbauen lassen. Die Maßnahme ist so gut wie abgeschlossen, lediglich die Außenanlagen müssen noch angelegt werden. Die Mieter haben die neuen, dreieinhalb mal anderthalb Meter großen Flächen begeistert angenommen, was man über direkte Äußerungen hinaus auch an den vielfach umgehend mit Blumen bepflanzten Kästen sehen kann. „Balkone sind sehr gefragt. Mit ihnen ausgestattete Wohnungen sind wesentlich einfacher zu vermieten“, sagt der stellvertretende WVL-Geschäftsführer Ronald Schmelter. Damit haben jetzt alle dem Unternehmen gehörenden Neubaublöcke einen Balkon.

Die ältesten aus den 50er-Jahren stehen in der Plauer Chaussee und sind noch Stein auf Stein gebaut. In den 60er-Jahren folgte die Theodor-Körner-Straße (vom Alter her auch am Spitzdach auszumachen), ein Jahrzehnt später Am Hohen Feld. In den letzten Jahren vor der Wende entstanden die Häuser in der Scharnhorststraße, Hinter der Wohrte und Am Fuchsberg. In alle zusammen hat die WVL seit ihrer Gründung am 1. Dezember 1993 mehr als 20 Millionen Euro investiert – in Wärmedämmung, den Einbau neuer Fenster und Türen sowie von Aufzügen, die Errichtung von Balkonen, Schaffung barrierefreier/-armer Wohnungen und den Austausch der Heizungsanlagen. Über 700 Wohnungen wurden früher mit Kohleöfen erwärmt. Schmelter: „Massenhaft Schornsteine auf jedem Dach war das wenigste. Bei Morgennebel etwa, der den Rauch nach dem Anheizen nicht abziehen ließ, sah man kaum noch die Hand vor den eigenen Augen.“

Der Leerstand bei der WVL liegt heute bei lediglich rund einem Prozent, im Landesdurchschnitt seien es zwischen sechs und sieben – für Schmelter auch ein Beleg für das allgemein gute Verhältnis zu den Mietern. Angesichts der Einwohnerentwicklung in Lübz sieht er perspektivisch die wichtigste Aufgabe darin, mehr altersgerechten Wohnraum zu schaffen: „Deshalb haben wir die ehemalige Staatsbank komplett barrierefrei umgebaut und acht Aufzüge gebaut – jeweils vier innen in Häusern und außen an Fassaden. Weil die Kabine auf dem Zwischenpodest hält, muss niemand mehr als acht Stufen laufen.“

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