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Machbarkeitsstudie für Goldberg : Aktionsgruppe will Energiewandel

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Schritt für Schritt geht es voran - in Richtung Energiewandel. Auch die Goldberger Arbeitsgruppe "Erneuerbare Energien" macht sich seit geraumer Zeit dafür stark. Deshalb soll es jetzt eine Machbarkeitsstudie geben.

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erstellt am 05.Okt.2012 | 10:51 Uhr

Goldberg | Schritt für Schritt geht es voran - in Richtung Energiewandel. Auch die Goldberger Arbeitsgruppe "Erneuerbare Energien" macht sich seit geraumer Zeit dafür stark. Dabei setzt sich die Gruppe mit Themen wie Stromerzeugung, Stromersparnisse und Wärmegewinnung auseinander. Jetzt trafen sich die Mitglieder der Gruppe mit Landwirten und Handwerkern aus Goldberg, um Möglichkeiten der Umsetzung zu besprechen und zu diskutieren. "Beim Treffen mit den Landwirten war die Beteiligung sehr gut. Ich glaube, wir hatten rund 3100 Hektar am Tisch sitzen", resümiert Arbeitsgruppensprecher, Gustav Graf von Westarp.

Die Gründe für die Aktionsgruppe Erneuerbare Energien liegen auf der Hand, wie Gustav Graf von Westarp betont. Denn die prekäre Haushaltslage führe dazu, dass sich die Stadt Gedanken machen müsse, wie Geld zukünftig gespart werden könne, um den Haushalt ausgleichen zu können. Doch auch die betrieblichen wie auch privaten Haushalte sollen vom Energiewandel profitieren. "Wir wissen immer noch zu wenig über die erneuerbaren Energien, deshalb setzen wir uns in unserer Gruppe jetzt damit auseinander", so Gustav Graf von Westarp. In Zeiten, in den ein Liter Heizöl ein Euro kostet, müsse sich jeder über eine Alternative Gedanken machen. Geothermie, Photovoltaik, Windenergie oder Biogas stehen dabei ganz oben auf der Liste. Darüber haben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe gemeinsam mit Landwirten und Handwerkern Gedanken gemacht. "Die Goldberger Agrargenossenschaft hat eine kleine Biogasanlage, die überwiegend mit Dung und Gülle betrieben wird", erklärt der Aktionssprecher. Denn immer wieder gibt es beim Thema Biosgasan lage Vorurteile. Das Wort Monokultur stehe immer wieder im Raum. "In Goldberg ist es keine Monokultur. Nur 40 bis 50 Hektar Mais werden für die Anlage zusätzlich angebaut", verdeutlicht Graf von Westarp. Doch nicht nur die Biogasanlage und deren Nutzung steht bei der Arbeitsgruppe im Vordergrund. Auch die Gewinnung von Wärme und Strom soll nicht fehlen. Deshalb plant die Aktionsgruppe jetzt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. "Die Amtsverwaltung hat den Beschlussvorschlag ausformuliert und in der kommenden Woche wird dieser als Tischvorlage in die Stadtvertretung gegeben", verdeutlicht Gustav Graf von Westarp die nächsten Schritte. Eine Machbarkeitsstudie sei von immenser Bedeutung, um herauszufinden, welche Möglichkeiten für die Stadt Goldberg und die umliegenden Gemeinden bestehen. Doch dafür muss Geld in die Hand genommen werden. "Wir wollen die Bürger dafür interessieren und die Stadt dazu bewegen, den Energiewandel mit voranzutreiben."

Wichtig ist die Machbarbeitsstudie auch für Fördermittel vom Land, denn ohne diese, könne es schwierig werden mit der Umsetzung. "Bis zum 30. Oktober müssen wir beim Land alle Anträge gestellt haben, sonst kommen wir nicht mit in den Fördermitteltopf für 2013", erklärt der Arbeitsgruppensprecher. Mehrere Ideen haben die Mitglieder im Kopf. Unter anderem ist auch die Wärme des Goldberger Sees im Gespräch gewesen. Doch auch hinsichtlich dieser Thematik besteht noch zu wenig Kenntnis.

Nicht nur die Machbarkeitsstudie soll umgesetzt werden, sondern auch eine Leistungsschau. "Wir wollen Anfang des nächsten Jahres eine Schau veranstalten, bei der sich die Bau- und Handwerksbetriebe vorstellen können." Auch externe Informationsquellen sollen an diesem Tag dabei sein. Ein Vertreter der KfW-Bankengruppe soll ebenfalls vor Ort sein und über die Möglichkeiten der Förderung referieren. All das ist in Planung. Gustav Graf von Westarp ist zuversichtlich, denn Eignungsflächen sind in Goldberg vorhanden.

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