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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. November 2017 | 11:25 Uhr

Alles handgemacht : Adventswichteln fast wie daheim

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Gestrickt, gefilzt, gebacken und genäht: Beim Wichtelweihnachtsmarkt von „KaTis Kinderfüßchen“ ging es bunt zu.

Sie haben einige Schilder gebastelt, die den Weg weisen sollen. Denn zum Wichtelweihnachtsmarkt führt eine schmale Gasse zwischen Plauer Straße und „Hinter der Wohrte“. Und diesen Durchlass muss man erst einmal finden. Dann aber lässt sich alles sehr gemütlich an. Der kleine Hinterhof hinter dem Gebäude von „KaTis Kinderfüßchen“ ist von Tischen und Waren in allen Farben okkupiert. Es geht also bunt zu auf dem Wichtelweihnachtsmarkt und alles, wirklich alles ist handgemacht!

So wie die Kindertagespflege der beiden nach dem KiFöG (Kinderförderungsgesetz) ausgebildeten „Tagesmütter“ Christina Baatz und Katrin Rosenfeldt den Charme des etwas Randständigen, Individuellen im Vergleich zu den staatlichen Institutionen besitzt, trägt auch der Wichtelweihnachtsmarkt den Stempel sehr persönlicher Initiative(n), industriell Gefertigtes kommt hier nicht auf die Tische. Ausgedacht und gemacht - das trifft zum Beispiel auf das Puppensofa zu, das Christina Baatz an ihrem Stand anbietet. Weiche Füllung, gefasst und in Form gebracht mittels Stoff, Nadel und Faden, das ist überhaupt ihr Thema, wie Tiere und bunte Anhänger für den Tannenbaum zeigen. Bemerkenswert auch die bunt umfilzte Seife von Katrin Rosenfeldt. Das Stück Seife bleibe im Filz, während sie benutzt werde, ist zu erfahren. Ist sie verbraucht, wird die bunte Hülle aufgeschnitten und ein neues Stück nachgefüllt. Gnädig verfilzt die Schnittstelle dann von Neuem. Verständlich, dass manche Eltern die persönlich geprägte, fast familiäre Umgebung der Tagespflege unter Umständen den Kitas vorziehen. „Eines unserer Kinder“, verrät Christina Baatz, „ist sogar schon vier Jahre alt, das jüngste zählt acht Wochen.“ Insgesamt jedenfalls bewohnen zehn Kinder zur Zeit „ihr“ Tageshaus in der Plauer Straße. Ein bisschen wie daheim sollen sie sich hier fühlen können, dürfen ihre Schmusetiere mitbringen und, wenn ihnen danach ist, auch mit den Betreuerinnen kuscheln. Der Weihnachtsmarkt, sagt Christina Baatz, entspringe der Lust, mit den Eltern etwas zu machen. Um größere Erlöse geht es also nicht. Sie wollen vor allem kreativ sein. Der Verkauf am Kuchenstand allerdings dient dem Erwerb einer Holzküche für die Kinder.

 


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