Planetarium Lübz : Acht Meter bis zu den Sternen

Nach 15 Jahren überlässt Heinz Wesner Petra Scharf-Pieper den Blick in die Sterne
Nach 15 Jahren überlässt Heinz Wesner Petra Scharf-Pieper den Blick in die Sterne

Tag der Astronomie in Lübzer Planetarium. Petra Scharf-Pieper neue Leiterin der öffentlichen Führungen

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25. März 2018, 20:00 Uhr

Petra Scharf-Pieper hat die Sterne fest im Blick. Ob sich das Himmelszelt im Frühjahrs- oder Sommermodus bewegt, welche Tierkreiszeichen sich gerade ein Stelldichein geben und wo genau der „Sternenkindergarten“ gerade seinen Platz hat – ihren Augen entgeht nichts. Die ehemalige Di-plom-Ingenieurin und Hobby-Astronomin hat es mit dieser Leidenschaft zur baldigen neuen Herrin der öffentlichen Führungen im Planetarium in Lübz geschafft. Unter der Acht-Meter Kuppel lässt sich das Himmelsgeschehen genau verfolgen. „Warm, trocken und definitiv keine Wolke“ – so beschreibt sie ihr neues Refugium. Es sei zwar nicht vergleichbar mit Hamburger und Berliner Kollegen und deren multimedialen Fulldome -Filmen, dafür „handgestrickt“ und nah dran am Publikum. Am vergangenen Sonnabend zum offiziellen Tag der Astronomie in Deutschland, Österreich und der Schweiz war es unter dem Motto „Das geheime Leben der Sterne“ geöffnet und lud ein, den faszinierenden Himmelskörpern einmal einen genaueren Blick zu schenken.

Für Petra Scharf-Pieper war dies die Feuertaufe, der erste öffentliche Vortrag, nachdem Heinz Wesner 15 Jahre lang die Geschicke der kleinen „Himmelsstation“ geleitet hatte. „Sie macht das schon ordentlich. Man muss auch wissen, wann man aufhören soll“, wusste er über seine Kollegin zu berichten und tummelte sich unter die rund 30 Gäste, die es sich in dem kleinen, aber feinen Planetarium gemütlich gemacht hatten.

„Ich bin überrascht, dass es solch ein Interesse gibt und es freut mich enorm“, war Petra Scharf-Pieper ganz angetan von der Resonanz. Ein Rundumschlag vom Big Bang über unsere Galaxie, die Milchstraße und antike Sternenbilder führte zu der Geburt der Sterne, deren Größe – von hellen Überriesen bis zu weißen Zwergen- und Anordnungen. Wer hätte gedacht, dass Kugelsternhaufen und Krabbennebel astronomisch fundierte Ausdrücke sind? Für die Kinder war einiges zu theoretisch, die achtjährige Margareta Becker etwa verstand „ein bisschen Bahnhof“, aber als dann der Sternenhimmel angeknipst wurde, war all das vergessen. Langsam drehte sich der Nachthimmel, tauchte die Sonne auf und nahm ihren ewig währenden Lauf, verschwanden der Schlangenträger und die Formation des Stieres, des Widders, des Fisches, blieb der Polarstern trotzig bestehen und das Versprechen wurde gehalten: Warm, trocken und garantiert keine Wolke.

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