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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. Oktober 2017 | 11:21 Uhr

Schule : Abitur – und dann?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Workshop Berufsorientierung zeigt Chancen in der Region und regt Zehntklässler an, sich rechtzeitig mit ,ihrer’ Zukunft zu befassen.

von
erstellt am 25.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Mit dem Abitur in der Tasche können sich viele Schüler über ihre neu gewonnene Freiheit freuen. Doch was kommt danach? Berufsausbildung oder Studium, oder vielleicht ein Jahr im Ausland?

Die Zehntklässler des Sternberger Gymnasiums haben zwar noch etwas Zeit bis zur Reifeprüfung, doch Gedanken über ihre berufliche Zukunft machen sich die Jungen und Mädchen bereits jetzt. „Ich möchte Laborantin werden“, erzählt die 16-jährige Alicia Knedel. Ihre Banknachbarin Lauren Redmann sieht ihre Zukunft eher bei der Bundeswehr. „Mein Traum ist es, Jagdpilot zu werden. Aber die haben harte Aufnahmeprüfungen“, so die 15-Jährige. „Auf jeden Fall möchte ich ins Ingenieurwesen.“ Dass Schüler genaue Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft haben, ist nicht die Regel. Das wissen auch Robert Christoph von der Wirtschaftsfördergesellschaft Südwestmecklenburg (Wifög) und Dennis Müller, Schulberater von der AOK, die mit ihrem Berufsorientierungs-Workshop in die Schulen des Landkreises touren. „Die Wahl, ob Studium oder Beruf, ist einer der wichtigsten Schritte im Leben“, erzählt Robert Christoph. „Wir wollen den Schülern Impulse geben, wie und wo sie sich informieren können und was sie alles im Vorab schon beachten müssen.“

Ihr Workshop ist in insgesamt vier Module aufgebaut. Themen wie Finanzierung, Jobben, Berufsmöglichkeiten und Studienfindung gehen die beiden Berater lebhaft mit den Schülern durch. „Wir halten keine starren Vorträge“, so Dennis Müller. Gemeinsam stellen sie ein Bewerbungsgespräch nach oder erarbeiten Möglichkeiten, wie der Lebensunterhalt neben dem Studium erarbeitet werden kann.

Nicht nur die Vor- und Nachteile von Beruf und Studium behandeln die Berater in den Klassen. Sie zeigen auch Alternativen auf. „Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist ein guter Plan B. Bevor man in einer Wartezeit gar nichts tut, sieht ein FSJ im Lebenslauf viel besser aus“, erklärt Dennis Müller. Eine Möglichkeit, Studium und Beruf zu kombinieren, bietet ein Duales Studium. Aktuell gebe es 38 duale Studienplätze von Firmen in der Region. „Vor allem wollen wir Perspektiven in unserem Land aufzeigen“, so Christoph. „Man muss nicht ans andere Ende von Deutschland gehen, auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es zahlreiche Studiengänge und Ausbildungsberufe.“ Ob jemand in der Region bleibt, hänge oft vom Elternhaus ab. „Wir haben Klassen, da wollen fast alle Schüler in der Region bleiben“, so Christoph weiter. „Es gibt aber auch Schüler, die sehen hier keine Zukunft für sich.“

Für den 15-Jährigen Marvin Bittermann steht die Entscheidung bereits fest. Er würde sehr gern nach der Schule in der Heimat bleiben. „Ich interessiere mich für die Richtung Mediengestaltung“, so der Sternberger Schüler. „Und in Schwerin gibt es auch eine Schule, an der ich das lernen kann.“ Dass mehr Jugendliche wie Marvin denken, das will die Wirtschaftsfördergesellschaft gemeinsam mit ihren Partnern erreichen. Im Ausbildungsnetz im Internet beispielsweise zeigen sie Chancen und Wege auf, wie Schulabgänger eine Zukunftsperspektive in der Region finden können.

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