Mestlin : Abgestelltes Auto sorgt seit Monaten für Ärger

Wem gehört dieses Fahrzeug? Fotos: M.-G. Bölsche
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Wem gehört dieses Fahrzeug? Fotos: M.-G. Bölsche

Das Fahrzeug verschandelt die Natur schon seit November 2016. Niemand fühlt sich zuständig. Jetzt wurde eine Geldbuße bis 100 000 Euro angedroht

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15. April 2017, 05:00 Uhr

Ein seit mehreren Monaten abgestelltes Auto, ein Kleintransporter der Marke Ford Courier, ohne Kennzeichen nahe der Mestliner Ampelkreuzung der Landesstraße 16 und der Bundesstraße 392 sorgt für Ärger.

Bereits im November 2016 wurde beim zuständigen Polizeirevier in Plau am See nachgefragt, wem dieser Ford Courier gehören würde. Schließlich könnte eine Straftat ja nicht ausgeschlossen werden, meinten Mestliner Einwohner. Doch die Beamten verwiesen auf das Amt Goldberg-Mildenitz als zuständige Behörde. Von dort wurde auch gehandelt und im Januar 2017 ein rotes Etikett auf die Frontscheibe geklebt mit dem Aufruf an den Besitzer, dieses Auto bis Anfang Februar zu entfernen. Anderenfalls, so ist zu lesen, drohe eine Geldbuße von bis zu 100 000 Euro. Doch es tat sich nichts. Bei einer erneuten Nachfrage im Amt Goldberg-Mildenitz hieß es, dass man den Wasser- und Abwasserzweckverband informiert habe, da das Auto ja auf dessen Grundstück stehen würde.

Doch dieser Verband verweist wiederum auf den Außenbereich und darauf, dass das Ordnungsamt bereits tätig wurde und der Landkreis als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger in der Pflicht stehe. „Hierzu ist aber die Aufforderung durch das zuständige Ordnungsamt notwendig“, hieß es auf Nachfrage beim Verbandsvorsteher Dieter Eckert. Doch nichts tat sich und so wurde das Thema auf der Gemeindevertretung in Mestlin am 29. März diskutiert und das zuständige Ordnungsamt werde nochmals aufgefordert, zu handeln.

Nun steht das Osterfest bevor, die Einwohner haben ihren Frühlingsputz absolviert – doch das Fahrzeug steht noch immer da und es wurde bereits mit ersten Ausschlachtungen durch Unbekannte begonnen. Allein zwischen Dienstag und Mittwoch „verschwanden“ die Fahrer- und die Hecktür.

Man darf gespannt sein, wie lange dieses „Osterei“ noch zum Ortsbild Mestlins gehören wird…

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