zur Navigation springen

Kommunales : Ab Oktober zahlen Eltern für Hortplätze in Plau mehr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Stadtvertretung beschloss jetzt die neue Gebührensatzung. Land und Landkreis beteiligen sich nicht an den gestiegenen Kosten.

von
erstellt am 15.Sep.2014 | 22:00 Uhr

Für die Unterbringung und Betreuung ihrer Kinder im Kinderhort der Stadt werden Plauer Eltern ab dem 1. Oktober mehr zahlen müssen. Die Stadtvertreter beschlossen auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig eine dahingehende Änderung der Gebührensatzung. Die Erhöhung wird nicht drastisch sein, beträgt für die Ganztagsbetreuung 15,31 Euro monatlich und macht bei der Teilzeitbetreuung 9,08 Euro aus.

Hintergrund sind jüngste Verhandlungen über die Festsetzung der monatlichen Gebühren. Sie basieren auf den Gesamtkosten pro Platz und waren zwischen der Stadt und dem Jugendamt der Kreisverwaltung geführt worden. Das passiert immer dann, wenn die Kreisbehörde die Kommune auffordert, für den Kinderhort eine neue Leistungs-, Qualitäts- und Entgeltverordnung abzuschließen. Im Ergebnis der Verhandlungen, die bereits im Juni stattgefunden hatten, wurden höhere Platzkosten für den Kinderhort festgesetzt. Und zwar auf 209,01 Euro monatlich. Bislang kostete ein Hortplatz in Plau 193,70 Euro; ein Platz in der Teilzeitbetreuung 127,87 Euro; ab 1. Oktober werden es 136,95 Euro sein.

Hortplätze wie übrigens auch Kindergarten- und Krippenplätze, finanzieren sich sich nach dem selben Muster: Das Land übernimmt einen Teil, ebenso der Landkreis. Die bleibende Differenz müssen Eltern und Trägerkommune aufbringen.

Da sich trotz steigender Gesamtkosten weder das Land noch der Landkreis mit einer höheren Kostenübernahme beteiligen (die liegen bei konstant 60,00 Euro bzw. 17,29 Euro ), ist es an den Eltern und der Stadt, die verbleibenden Kosten zu zahlen. Und die liegen ab kommenden Monat bei 131,73 Euro für den Ganztagsplatz; 90,58 Euro für die Teilzeitbetreuung.

Die Stadt , erklärte Bürgermeister Norbert Reier, wird in jedem Fall für die Hälfte der Differenz aufkommen, zahlt also pro Hortplatz statt bisher 58,21 Euro ab Oktober 65,87 Euro. Das sind 50 Prozent. 65,86 Euro wird auf den Gebührenbescheiden der Eltern stehen.

Die Stadt muss, das sieht das Kindertagesstättenförderungsgesetz in § 20 vor, 50 Prozent der Differenz übernehmen. Bedingt durch die angespannte Haushaltslage, so Reier in der Begründung des Beschlusses, sei die Stadt andererseits aber auch nicht in der Lage als die gesetzlich vorgegeben 50 Prozent zu übernehmen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen