Lübz : 95000 Euro für Bewegungspark

Freude in Lübz: Dieter Winkelmann (StALU, M.) übergibt den Zuwednungsbescheid an Bürgermeisterin Gudrun Stein.
Freude in Lübz: Dieter Winkelmann (StALU, M.) übergibt den Zuwednungsbescheid an Bürgermeisterin Gudrun Stein.

Geplant: Aufbau von 16 Fitnessgeräten auf dem Lübzer Harbig-Sportplatz. Zuwendung der LAG Warnow-Elde-Land machts möglich

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27. März 2018, 21:00 Uhr

Lübz ist dem ehrgeizigen Projekt, einen Bewegungspark auf dem Rudolf-Harbig-Sportplatz zu errichten, seit heute einen Schritt näher: Vertreter der Lokalen Aktionsgruppe Warnow-Elde-Land (LAG) und des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt übergaben den Zuwendungsbescheid. Rund 95 000 Euro gehen nach Lübz. Eine Menge Geld. Da darf man schon mal happy sein. Und Bürgermeisterin Gudrun Stein, die zum Übergabetermin wichtige Projektpartner eingeladen hatte, war es. „Ich freue mich sehr, dass wir nach langem Vorlauf nun endlich die Fördermittel erhalten.“

Geplant ist ein Bewegungspark mit 16 Fitnessgeräten. Er soll für alle Altersgruppen geeignet und frei zugänglich sein. Die Anleitung durch erfahrene Übungsleiter des Lübzer Sportvereins ist vorgesehen, ebenso wie die Zusammenarbeit mit Lübzer Arzt-, Physio- und Ergotherapie-Praxen. So steht es im „Steckbrief“ der LAG.

Die eigentlichen Initiatoren des Projektes waren Dr. Steffen Wallstabe und sein Vater Gerd – praktizierender Orthopäde der eine, Dr. im Ruhestand der andere. Kenner der Szene also und Verfechter von gesundheitlich indizierter Bewegung in jedem Alter, wie Gudrun Stein betonte. Wallstabe Jr. war es auch, der das Projekt (eines von 18 geförderten Vorhaben) im Herbst vergangenen Jahres bei der LAG vorstellte. „In flammenden Worten“, erinnert sich Regionalmanagerin Kristin Hormann noch gut. „Er war so überzeugend, dass wir das Projekt auf Platz zwei der Liste setzten.“

Der Bau soll möglichst bald starten, verlangt der Stadt und ihrem Planer allerdings noch Vorleistungen und vor allem Vordenken ab. Denn der Bewegungspark soll in das Gesamtkonzept Sportplatz eingebunden werden. Seit 2000 hat die Stadt entsprechende Planungen in der Schublade, konnte sie wegen knapper Mittel jedoch bislang nicht umsetzen. Was seitdem am Harbig-Sportplatz gemacht wurde, könne andere Mängel nicht verbergen, so Stadtentwickler Norbert Timm. Wie den bereits maroden Zustand von Rasenplatz und Aschenbahn. Zudem müssen Kugelstoßanlage und Sprecherturm erneuert und eine neue Fläche zum Handballspielen angelegt werden… Und die Stadt braucht ein Bodengutachten. „Sportplätze wie unserer sind vor der Wende oft auf Hochofenschlacke errichtet worden. Wir müssen wissen, ob auch bei uns verseuchtes Material eingebaut wurde und nötigenfalls den Boden austauschen“, so Gudrun Stein.

Für die Sportplatzsanierung bemüht sich die Stadt um weitere Fördertöpfe. Beim Eigenanteil für den Bewegungspark sprang Dr. Steffen Wallstabe der Stadt zur Seite. Weil deren Mittel wegen ihres unausgeglichenen Haushaltes begrenzt sind, suchte der Orthopäde Sponsoren. Einschließlich der Kofinanzierungsmittel sind rund 20 000 Euro zusammengekommen. Und das ist mehr als genug.

„Ich bin schon gefragt worden, ob der Park zum Stadtfest im Mai fertig sein wird“, sagt Gudrun Stein heute. „Das wohl nicht, aber Sommer ist realistisch.“

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