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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. November 2017 | 03:54 Uhr

straßensanierung : 30er-Zone für Steinbeck geplant

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Einwohner verzeichnen Erfolg: Stadtvertretung stellt den Antrag auf Errichtung einer Verkehrsberuhigung nach der Straßensanierung

von
erstellt am 10.Aug.2014 | 22:00 Uhr

Der Einsatz hat sich gelohnt: Nachdem sich Steinbecker Bürger über unsere Zeitung zu Wort gemeldet hatten, sie wollten bei der Gestaltung der neuen Dorfstraße in Steinbeck mitwirken, ist einiges passiert. Der Stein wurde ins Rollen gebracht. Angefangen hat es mit einer Einwohnerversammlung, in der nach Aussage von Steinbecker Hanno Ziesche, einiges an Wünschen und Anregungen in die Planung aufgenommen wurde. „Ich muss wirklich sagen, dass es sehr gut gelaufen ist und wir zufrieden sind mit der derzeitigen Planung“, so Hanno Ziesche. Diese sieht nun keinen Gehweg mehr nach der Sanierung der Dorfstraße vor. Diesen wollten die Einwohner des kleinen Ortes bei Goldberg nämlich nicht. Nun wird die Dorfstraße auf gut 6,75 Meter Breite ausgebaut, davon sind jeweils ein Meter befahrbarer Seitenstreifen. „Das hat auch den Vorteil, dass niemand im Winter den Gehweg von Schnee befreien muss und die Schneemassen nicht mehr die Straße verengen“, verdeutlicht der Steinbecker.

Doch ohne Probleme läuft eine solche Straßenbaumaßnahme nicht ab. Grund: Die Steinbecker haben derzeit ein Tempo-30-Schild ab der Busschleife stehen. Das reicht den Steinbeckern aber nicht aus. „Wir wollen eine Tempo 30-Zone in Steinbeck haben“, so Hanno Ziesche. Deshalb hat es einen Vorort-Termin mit dem Goldberger Bauamt, der Polizei und der Verkehrsbehörde aus Ludwigslust in Steinbeck gegeben. „Ich hatte bei diesem Termin wirklich den Eindruck, die wollen nicht verstehen, worum es uns geht“, so Hanno Ziesche. Eine Verkehrsberuhigung nach Ausbau und Sanierung der Dorfstraße sei nicht möglich, so die Aussage der Verkehrsbehörde. Doch Hanno Ziesche ließ nicht locker. Der Steinbecker recherchierte selbst und stieß dabei auf eine Möglichkeit in der Straßenverkehrsordnung (STvO), die die Errichtung einer 30er-Zone in Steinbeck zulässt. „Lobend erwähnen muss ich auch Anett Voß vom Bauamt. Sie hat sich sehr bemüht, uns bei dieser Sache zu helfen und hat wirklich alle Wünsche und Anregungen versucht, in die Planung zu bekommen.“

In der jüngsten Stadtvertretersitzung haben die Goldberger Politiker nun die Beschlussvorlage zur Errichtung einer 30er-Zone in Steinbeck diskutiert. „Vor allem wegen des landwirtschaftlichen Verkehrs und dem daraus resultierenden Lärm wünschen die Einwohner diese Zone“, erklärte Anett Voß vom Bauamt. Der Beschlussvorlage stimmten die Stadtvertreter einstimmig zu. „Ich freue mich sehr, dass unsere Interessen wahrgenommen wurden“, verdeutlicht Hanno Ziesche.

Knapp 700 000 Euro soll die Straßensanierung kosten, 75 Prozent der Gesamtkosten werden über Fördermittel abgedeckt. Die Baumaßnahme erfolgt in zwei Schritten: Zunächst wird der Straßenbau und anschließend die Beleuchtung gemacht. Die derzeitige Planung sieht einen Baustart am 1. September vor. In der jüngsten Stadtvertretersitzung haben die Kommunalpolitiker Bürgermeister Peer Grützmacher ermächtig, die Bauaufträge zu vergeben.

Eines ist vor allem Hanno Ziesche noch wichtig. „Wir alle hätten gern einen genauen Bauablaufplan. Wann ist zum Beispiel die Straße nicht befahrbar?“ Für den Steinbecker steht fest: Auch während der Maßnahme wird er sich einmischen. Das hat bei der Planung auch zum Erfolg geführt.


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