Tourismus : 12 Millionen für das Hafendorf Plau

Die Geschäftsführer der Hafendorf Plau am See GmbH & Co.KG.: Johannes Weil (Berlin) und Horst-Werner Frommer (Plau am See).  Fotos: Simone Herbst
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Die Geschäftsführer der Hafendorf Plau am See GmbH & Co.KG.: Johannes Weil (Berlin) und Horst-Werner Frommer (Plau am See).

Private Investoren errichten am Eingang zur Elde das „Hafendorf“. Entstehen werden Fereinwohnungen und Apartments in 34 Reihenhäusern mit Seeblick.

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01. März 2016, 21:01 Uhr

Im Luftkurort ging gerade ein ehrgeiziges Projekt an den Start: Am Ende der Elde-Promenade, 500 Meter von der Plauer Innenstadt entfernt und direkt am See gelegen, entsteht auf einem rund 18  000 Quadratmeter großen Grundstück ein Hafendorf mit Ferienwohnungen und Apartmenthäusern – Gesamtinvestition zwölf Mio Euro.

Schon vor geraumer Zeit war damit begonnen worden, den ehemaligen Fischereistandort „Kalkofen“, der zuletzt Industriebrache war und an der Einfahrt in die Elde nicht wirklich als Werbung für Plau taugte, zu beräumen, zu erschließen und neuzugestalten. Längst hat die Wasserschutzpolizei hier ihren Standort, wurde ein Sportboothafen angelegt, gibt es das Hafengebäude, einen Pavillon, faszinieren Mole und der fast 14 Meter hohe begehbare Leuchtturm Einheimische wie Besucher.

Um die Neugestaltung am östlich gelegenen Zipfel der Seestadt zügig voranzutreiben, hatte die Fischerei Müritz-Plau GmbH, damals Eigentümer des Areals, das Plauer Ingenieurbüro Andrees mit der Erarbeitung eines B-Plans für das brache Grundstück beauftragt. Dieser Plan sieht nun die Bebauung mit 34 Reihenhäusern in sieben Blöcken vor. Die Müritz-Fischer waren Ideenschmiede; das Projekt in den kommenden anderthalb Jahren selbst umsetzen, war nicht ihre Intension. Vielmehr hat die Hafendorf Plau am See GmbH & Co.KG. das überplante Baugrundstück komplett erworben, in den vergangenen Wochen und Monaten weitere private Investoren für das zwölf-Millionen-Projekt gesucht und gefunden.

„Drei der sieben Blöcke werden wir selbst errichten“, sagt Horst-Werner Frommer, der als Geschäftsführer das Plauer Büro der GmbH führt. „Insgesamt entstehen 34 Reihenhäuser mit insgesamt 65 Apartments, deren Größe zwischen 56 und 114 Quadratmetern variiert“, so Johannes Weil, ebenfalls Geschäftsführer, jedoch zuständig im Berliner Büro. Hier wie da kümmere sich die Hafendorf GmbH bereits um Anfragen erster Kaufinteressenten. Erschließung und Infrastruktur für das gesamte Areal seien vorbereitet, so Frommer, gerade werde die erste Bodenplatte gegossen. Was simpler klingt, als es ist. Denn wie die Metow liegt auch die Landzunge unter dem künftigen Hafendorf auf Torf. Wegen dieser komplizierten Baugrundverhältnisse mussten für alle sieben Blöcke zunächst Pfahlgründungen vorgenommen werden – 47 Bohrungen von etwa 20 Meter Tiefe waren dabei pro Block notwendig, so Johannes Weil. Teuer, aber für das große hydraulische Bohrgerät, das in den letzten Wochen hoch über den Kalkofen ragte, kein Problem.

Bis zum Herbst, kündigt Horst Frommer an, sollen alle sieben Blöcke rohbaufertig sein. „Ziel ist, das Hafendorf komplett bis Saisonbeginn 2017 fertigzustellen.“ Dann, darin sind sich beide Geschäftsführer einig, wird Plau seeseitig neben Leuchtturm und Mole ein wirklich attraktives Eingangstor haben. „Und ich denke auch, dass das Hafendorf zur Belebung der Stadt beträgt“, so Horst-Werner Frommer. Denn bis in die Innenstadt und zu den Märkten sind es kaum zehn Minuten.

Mehr über das Projekt erfahren Sie hier: hafendorf-plau.de

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