Plau am See : 114 Kilometer bei steifer Brise

Beim Stadtkinderfest am 18. September hatten die Schüler der 1. bis 5. Klasse Luftballons mit Namenskärtchen daran in den Himmel steigen lassen. Mit Spannung wurde erwartet, welcher Ballon am weitesten fliegen würde. Fotos: Simone Herbst
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Beim Stadtkinderfest am 18. September hatten die Schüler der 1. bis 5. Klasse Luftballons mit Namenskärtchen daran in den Himmel steigen lassen. Mit Spannung wurde erwartet, welcher Ballon am weitesten fliegen würde. Fotos: Simone Herbst

Luftballonweitflugwettbewerb vom Stadtkinderfest ist inzwischen ausgewertet. Der Ballon von Julia Bahr schaffte es am weitesten

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18. November 2015, 08:45 Uhr

Am 18. September muss  ’ne ganz schön steife Südwest-Brise geherrscht haben. Das war der Tag,   als die Stadt alle ihre Grundschüler und  auch   die Fünftklässler  – also die „Großen“, die jetzt die „Kleinen“ an der Regionalen Schule  sind – zum Kinderfest in die Sporthalle am Klüschenberg eingeladen hatte. Thomas Küstner, Plaus neuer Amtsjugendpfleger, hatte organisatorisch den Hut  auf  und mit Vereinen aus der Stadt und der Umgebung, engagierten Vätern, der Schulsozialarbeiterin und  Neuntklässlern der Regionalschule beste Unterstützung. Und  er hatte  die Idee, den Luftballonweitflugwettbewerb, der   im Rahmen des Kinderfestes schon seit Jahren  ausgetragen wird,  ein bisschen anders aufzuziehen als sonst.  „Erstmal   sind die Kinder  schon mit den  aufgeblasenen Ballons von  der Schule    zur Sporthalle   gelaufen.   An  jedem Ballon  ein Kärtchen mit Plaulina, dem Plauer Maskottchen darauf und  natürlich  mit dem Namen und der Klasse  des jeweiligen Kindes  versehen.  Was aber wichtiger ist, wir  wollten mit der Auswertung nicht  bis zum kommenden Jahr warten.  Da  haben viele   den Wettbewerb  längst  wieder vergessen“, so Thomas Küstner.   Und deshalb war die Auswertung  jetzt. Zunächst im kleinen Rahmen.

 Ein bisschen Glück gehört bei der Ballonfliegerei  natürlich immer dazu.  Entscheidend ist nämlich  nicht nur, wie weit  diese fliegen, sondern  auch, wo  sie herunterkommen. Und  – ohne  dem  geht  gar nichts –    der Ballon samt  dranhängendem Kärtchen  muss gefunden  und  vom  Finder  an  den Absender  zurückgeschickt werden.

Wenn alles  passt, dann läuft’s oder  besser fliegt’s wie beim Ballon  von Julia Bahr  aus  der Klasse  5a. Nach 114  Kilometern war  bei ihm die Luft raus  und er  in Katzow bei Wolgast  niedergegangen.  Fred Gericke  fand ihn bei  der Gartenarbeit auf dem Komposthaufen.  Andere  hätten ihn vielleicht entsorgt. Der Moeckower  aber schickte  ihn zurück.   Eine  Mühe, die sich für ihn auszahlen wird.  Denn, auch das   ist  in diesem Jahr neu: Der Finder des Siegerballons  gewinnt  zwei Übernachtungen  für zwei Personen im Klüschenberghotel.

Neben Julias  Plaulina-Kärtchen haben noch fünf weitere  bis zur Deadline nach Plau  zurückgefunden: Die Karten von Eva Landmann (2b)  und Lilly Rabbel (1b), die beide 71 Kilometer    am Ballon zurückgelegt hatten, die Karte von Florentine Herrmann (50 Kilometer) und die  von Alina Grothe (1a). Hier  hatte  der  Ballon schon  nach zwei Kilometern  wieder Bodenkontakt. 

Lillys Karte hatten  übrigens  Susanne und Cord Müler  auf einem Feld   nahe  Seltz gefunden. Auf der Rückseite haben sie vermerkt, dass sie  sich freuen  würden,  wenn  sie gewinnt. Nun, es  hat nicht ganz gereicht. Aber immerhin  gehört ihre Karte zu jenen sechsen, die den Weg  überhaupt  in den Luftkurort zurückfanden. Ein  Ballon  hatte  übrigens  eine beachtliche Strecke von 89 Kilometern zurückgelegt. „Leider   hat der Finder den Namen des Schülers  komplett  unkenntlich gemacht“, bedauert Thomas Küstner.

Küstner  selbst hatte sich schon im Vorfeld  des Stadtkinderfestes    die Mühe  gemacht, anhand der Rückläufer der vergangenen Jahre herauszufinden, welches für Mitte September für Plau die Hauptwindrichtung ist.  „Die Karten wurden uns fast immer aus  Orten zurückgeschickt, die  nordöstlich von Plau  liegen. Also ist die Hauptwindrichtung Südwest, was natürlich die Vermutung, dass viele  der Ballons bis auf die Ostsee hinausgetrieben  werden.  Wer weiß, vielleicht bekommen wir   irgendwann auch Plaulina-Namenskärtchen  aus Schweden  oder  Finnland zugeschickt.“ 

Übrigens: Auf kjz-plau.de kann man noch mehr über den Wettbewerb und die Flugrouten erfahren.

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