Dirk Audehm : Zwischen Bühne, Regie und Musik

Liebt das Schweriner Publikum: Dirk Audehm.
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Liebt das Schweriner Publikum: Dirk Audehm.

Dirk Audehm sucht als freischaffender Schauspieler den Spagat zwischen künstlerischer Freiheit und Geldverdienen

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14. Februar 2018, 12:00 Uhr

Schauspieler Dirk Audehm ist beim Schweriner Publikum beliebt. Er war in den 90er-Jahren und von 2011 bis 2016 festes Ensemble-Mitglied am Mecklenburgischen Staatstheater und spielte sich in die Herzen vieler Zuschauer durch markante Rollen wie etwa im Musical „The Producers“, wo er als Max Bialystock gefeiert wurde, stand als Peer Gynt oder Mackie Messer auf der Schweriner Bühne. Mit dem schauspielenden Musiker John Carlson füllte er mehrfach mit Konzerten das Große Haus und hatte maßgeblichen Anteil an der Popularität von Werk 3 als experimentelle Bühne des Staatstheaters. Mit dem Intendantenwechsel wurde sein Vertrag nicht verlängert. Seither ist er als freischaffender Künstler tätig.

„Das hat Vor- und Nachteile“, sagt er sinnierend und zählt auf: „Ich bin jetzt frei von Zwängen und Mechanismen, die es nun mal an jedem Theater gibt. Aber ich bin auch gezwungen, mir täglich aufs Neue Gedanken zu machen, wie ich Geld verdienen kann“, sagt der studierte Schauspieler. Schwer gefallen sei ihm der Gang zum Arbeitsamt, als klar war, dass sein Engagement endet. Positiv indes sei für ihn stets gewesen, dass er auf mehreren Schienen künstlerisch unterwegs war.

„Ich bin zwar ausgebildeter Schauspieler, aber ich mag auch sehr die Musik“, sagt er. Im Werk 3, das vor zehn Jahren von Schauspielern, Sängern und Musikern des Theaters aus der Taufe gehoben wurde, habe er diese Liebe wunderbar ausleben können. „Das kommt mir heute zu Gute“, sagt er rückblickend. Denn für einen freischaffenden Schauspieler sei es hilfreich, auf mehreren Gleisen unterwegs zu sein. „Ich habe derzeit drei größere Projekte vor“, sagt er. Er probe mit seinem Schauspielerkollegen und Freund Andreas „Lemmi“ Lembcke für den Comedy-Abend „Die Bibelungen – die zwei Plagen werden über euch kommen“, der am 30. März im Werk 3 Premiere hat. Projekt zwei sei die Inszenierung der deutschen Erstaufführung der irischen Komödie „Besuch beim Alten“. Zudem bereite er ein Konzert gemeinsam mit den Schweriner Musikern Hannes Richter und Thomas Möckel vor, das am 14. April im Berliner Frannz Club stattfinden soll. „Die Songs sind alle aus meiner Feder. Es sind einige alte, bekannte dabei, aber auch neue“, kündigt er an. Insgesamt werde zwei Stunden gute Musik geboten. Wann das Konzert in Schwerin gespielt wird, stehe indes noch nicht fest.

Außerdem steht Dirk Audehm bei weiteren Stücken vor und hinter der Bühne. „Das Stück ,Diven sterben einsam‘ mit Brigitte Peters, bei dem ich Regie führe, läuft so gut, dass es jetzt in die vierte Spielzeit geht“, sagt er stolz. Am 25. Februar tritt er selbst auf der kleinen Studiobühne auf mit „P’tit Albert“ sowie am 1. und 2. März mit dem Programm „Sch...liebe“ mit Lemmi Lembcke.

„Ich spiele gern vor dem Schweriner Publikum, denn es ist super“, sagt Audehm. Die kleine Studiobühne mache durch die Nähe zu den Zuschauern unheimlich viel Spaß. „Ich bin auch gern auf anderen Bühnen, aber Schwerin ist schon etwas Besonderes. Wenn ich das Gefühl hätte, hier nicht mehr gefragt zu sein, wäre ich schon längst weg“, sagt er lachend.

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