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Großbaustelle Schwerin : Zwei Wochen Verzug am Marienplatz

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Der lange Winter hat die Sanierung des Teilstücks der Wismarschen Straße am Schweriner Marienplatz um etwa zwei Wochen verzögert. Am 24. Mai sollen dort jedoch die Straßenbahnen wieder rollen. Jetzt wird Druck gemacht.

svz.de von
erstellt am 23.Apr.2013 | 06:19 Uhr

Altstadt | In der Wismarschen Straße zwischen Marienplatz und Arsenalstraße wird derzeit fast rund um die Uhr und selbst am Wochenende gearbeitet. "Wir liegen etwa zwei Wochen hinter dem Zeitplan zurück", sagt Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorf. Die Bauverzögerung sei durch den langen Winter eingetreten, unter dem vor allem die Tiefbauer zu leiden hatten, die die Versorgungsleitungen in dem rund 180 Meter langen Teilstück komplett erneuern mussten. Für unvorhergesehene zusätzliche Arbeit habe aber auch eine Gasleitung gesorgt. "Die etwa 100 Jahre alten Rohre waren in keinen Unterlagen verzeichnet", berichtet Lutz Nieke, im Stadtwerke konzern Bereichsleiter für die unterirdischen Leitungen in Schwerin. "Die Guss eisenrohre mussten fachgerecht entfernt werden, denn sie sind als Sondermüll zu entsorgen", erläutert Nieke.

"Auf jeden Fall sollen die Arbeiten in der Wismarschen Straße aber bis 24. Mai abgeschlossen sein, damit die Straßenbahnen dann dort wieder fahren können", betont Friedersdorff und macht Druck. "Diese Baustelle hat für uns allerhöchste Priorität", versichert Nieke. Deshalb werde in mehreren Schichten und auch am Wochenende gearbeitet. "Wir versuchen aber dennoch, die Lärmbelästigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten", ergänzt Friedersdorff. Da es derzeit möglich sei, zwei Kolonnen gleichzeitig einzusetzen, werde auch nur von 7 bis 18 Uhr gearbeitet. "Aber das kann sich von Woche zu Woche wieder ändern. Darüber wird in den halbwöchigen Bauablauf-Beratungen entschieden."

Angesichts des Terminverzugs müssen auch alle Sonderregelungen für den Umleitungsverkehr noch bis zum 24. Mai in Kraft bleiben, erläutert der Dezernent. Das betreffe neben dem Schienenersatzverkehr der Straßenbahnlinie 1 und dem verkürzten Verkehr der Linie 4 bis zum Bertha-Klingberg-Platz auch die Umleitung der Linie 2.

Unerwartete Auswirkungen indes hat der Bauverzug auch für das Südufer des Pfaffenteichs. Denn dort sollte eigentlich der Poller in der Arsenalstraße ab 2. Mai den Durchfahrtsverkehr sperren und den Biergärten etwas Ruhe verschaffen. Doch nun bleibt er weiter unten, damit die Zufahrt zum Parkhaus der Marienplatzgalerie weiter über die Mecklenburgstraße erfolgen kann. Die allerdings ist, so paradox es klingen mag, tagsüber für den Fahrradverkehr gesperrt, erinnert der Ordnungsdezernent. "Vom 2. Mai bis 30. September müssen Radfahrer in der Fußgängerzone zwischen 10 und 18 Uhr ihren Drahtesel schieben", betont Dr. Friedersdorff.

Nach der Verkehrsfreigabe in der Wismarschen Straße Ende Mai ziehen die Tief- und Straßenbauer weiter in die Lübecker Straße, um auch dort die Versorgungsleitungen zu erneuern. Gebaut wird dann in dem Abschnitt zwischen Marienplatz und Wittenburger Straße - wieder mit Vollsperrung. Die Konsequenz: Dann müssen alle Straßenbahnen durch die Wismarsche Straße und die Franz-Mehring-Straße fahren.

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