zur Navigation springen

Kinderbetreuung in Schwerin : Zwei neue Horte, zwei neue Kitas

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt stellt Bauvorhaben Friedens- und Heine-Hort vor / Politik stimmt Förderung für Neubau von DRK und Dreescher Werkstätten zu

von
erstellt am 10.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Die Kinderbetreuung in der Landeshauptstadt soll weiter verbessert werden. Mit dem Neubau des Heinrich-Heine-Horts in der Amtstraße und dem Umbau der Friedensstraße 4 für einen Hort wird sich in den nächsten Jahren das Angebot an die gestiegene Nachfrage in der Innenstadt anpassen. Darüber hinaus erweitern mit Kita-Neubauten das DRK und die Dreescher Werkstätten ihr Angebot.

Der Jugendhilfeausschuss hat jetzt grünes Licht für die Förderung der beiden neuen Kitas gegeben. Jeweils rund 300 000 Euro erhalten demnach das DRK und die Dreescher Werkstätten für ihre Vorhaben, durch die insgesamt 78 Betreuungsplätze für Kinder bis zu drei Jahren entstehen werden. Das DRK baut am Hafen in der Lagerstraße, die Dreescher Werkstätten in Süd.

Um eine Förderung hatten sich weitere Träger beworben. Nach Angaben der Verwaltung erfüllten ASB, Diakonie und Kita gGmbH aber nicht die Förderkriterien. Es würden keine zusätzlichen Betreuungsplätze für Kinder bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres geschaffen. Ebenso lägen keine sicherheitstechnischen Mängel vor, die eine kurzfristige Entziehung der Betriebserlaubnis der Einrichtung zur Folge haben würden. Aus diesen Gründen gab es auch für 13 Tagesmütter keine Förderung. Tagesmutter Angelika Krömer wird dagegen von der Stadt bei der Schaffung von vier weiteren Betreuungsplätzen gefördert.

Die Förderung stammt aus dem Bundesprogramm zum Krippenausbau für die Jahre 2015 bis 2018 mit einem Finanzvolumen von 550 Millionen Euro. Mecklenburg-Vorpommern stehen davon 10,5 Millionen Euro zur Verfügung. Kriterien für die Mittelverteilung auf die Landkreise und kreisfreien Städte waren die Anzahl der betreuten Kinder unter drei Jahren und die Gesamtanzahl der Kinder in der Altersgruppe unter drei Jahren. Davon ausgehend beträgt das Budget für die Landeshauptstadt Schwerin 627  809,92 Euro.

Parallel hat die Kita gGmbH jetzt ihre Bauvorhaben für die Horte der Heine- und der Friedensschule vorgestellt. Bis die Mädchen und Jungen der Horte „Heine Kids“, „Paulsstädter Fritzen“ und City-Hort neue Räumlichkeiten beziehen können, dauert es zwar noch gut zwei Jahre. Doch schon jetzt ist das Interesse an der Gestaltung des Neubaus in der Werderstraße sowie des künftigen Hortgebäudes in der Friedensstraße sehr groß. Die Geschäftsführung der Kita gGmbH und die beauftragten Architekturbüros Stadt+Haus sowie die Arbeitsgemeinschaft Rimpel, Christen, Leifers stellten den aktuellen Planungsstand Eltern und Mitarbeitern vor.

„Wir schätzen uns sehr glücklich, dass die Stadtvertreter sich für den Neubau von zwei Horten in der Altstadt ausgesprochen und den Planungsfortschritt bislang positiv begleitet haben“, sagte Kita-Geschäftsführerin Anke Preuß.

In der Tat: Bei einer Gesamtbausumme von rund 8,4 Millionen Euro wird eine Menge Geld in die Hand genommen, um perspektivisch die Betreuungssituation insbesondere in der Altstadt deutlich zu verbessern und Doppelnutzungen in Schulräumen zu verringern.

Für die „Heine Kids“, also die Grundschüler der Heinrich-Heine-Schule, entsteht auf dem Grundstück der Werderstraße 66 bis 70 bis Anfang 2018 ein Neubau. Für die „Paulsstädter Fritzen“, die in der Fritz-Reuter-Schule lernen, und Grundschüler der Friedensschule – mit zusätzlichem City-Hort – wird das viergeschossige Gebäude Friedensstraße 4 ebenfalls bis 2018 durch eine umfassende Sanierung komplett neu hergerichtet. Bauherr ist in beiden Fällen das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt.

„Mit den Neubauten erhalten wir die einmalige Gelegenheit, uns auch inhaltlich neu aufzustellen und bereits in die Bauplanung entsprechende Wünsche einzubringen“, erklärte Preuß. Es wurden bereits pädagogische Raumkonzepte entwickelt. So sind neben Räumen für das Erledigen der Hausaufgaben viele weitere für eine spezifische Nutzung ausgelegt wie Bibliothek, Ruhe- und Entspannungszonen, Computerkabinett oder Musik – die Mädchen und Jungen können in ihrer Freizeit ihre Lieblingsbeschäftigung wählen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen