Dobin am See & Friesrichsruhe : Zwei Gemeinden wählen doppelt

Parallel zur Landratswahl am 27. Mai werden in Dobin am See und Friedrichsruhe auch die Bürgermeister bestimmt.
Parallel zur Landratswahl am 27. Mai werden in Dobin am See und Friedrichsruhe auch die Bürgermeister bestimmt.

Crivitzer Wahlausschuss ließ jeweils drei Kandidaten für die Bürgermeisterwahlen in Dobin am See und Friedrichsruhe zu

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20. März 2018, 23:20 Uhr

„Es ist gut, dass die Vorschläge so rechtzeitig eingegangen sind. So lagen heute alle erforderlichen Unterlagen vor“, sagte Hartmut Paulsen, der Leiter des Wahlausschusses im Amt Crivitz, am Ende der Sitzung am Montagabend. Der Wahlausschuss ließ alle sechs vorgeschlagenen Kandidaten für die anstehenden Bürgermeisterwahlen zu – je drei für Dobin am See und für Friedrichsruhe. Die Bürgermeisterwahlen finden an demselben Tag wie die Landratswahl in Ludwigslust-Parchim statt: am 27. Mai. Allerdings werden die beiden ehrenamtlichen Bürgermeister nur für ein Jahr bis zu den nächsten, regulären Kommunalwahlen 2019 im Amt sein.

In Dobin am See wurde die Neuwahl notwendig, weil Bürgermeister Rüdiger Piehl zurücktrat. Uwe Kröger, der Bürgermeister von Friedrichsruhe, verstarb Weihnachten 2017.

Der Bürgermeisterkandidat für die CDU in Dobin am See, der parteilose Carlo-Heinz Folgmann, war lange Jahre Bürgermeister in der Gemeinde. Bei der letzten Wahl verlor er gegen Rüdiger Piehl und ist derzeit amtierendes Gemeindeoberhaupt. Er wird auch von der Ortsgruppe der SPD im Amt Crivitz unterstützt.

Der Soldat Harald-Michael Westphal (Bürger für Dobin) möchte fortführen, was Rüdiger Piehl begonnen hat, vor allem die offene Diskussion von Entscheidungen in der Gemeindevertretung. Günter Ebert tritt für die neu gegründete Freie Wählergemeinschaft Dobin am See an. Er möchte mehr Aufmerksamkeit für Jugendliche und Senioren und überhaupt für Aktivitäten der Bürger, die das Gemeinschaftsgefühl stärken.

Bei der Wahl in Friedrichsruhe ist einigermaßen brisant, dass Natascha Vennedey, die Kandidatin der SPD, ihren jetzigen Job als Leiterin des Jugendklubs dort aufgeben muss, wenn sie gewählt wird. „Das schreibt die Kommunalverfassung vor, ich bin ja von der Gemeinde angestellt und wäre als Bürgermeisterin meine eigene Chefin, das geht nicht“, erklärte die Mutter von drei erwachsenen Kindern. „Aber verhungern werde ich schon nicht, ich werde mir dann irgendwo einen neuen Job suchen.“ Sowohl sie als auch der Kandidat der Linken, Andreas Sturm, wollen die Projekte des verstorbenen Uwe Kröger weiterführen. Das sind der der Bau kleiner Spielplätze in allen fünf Ortsteilen und die Sanierung der beiden Trauerhallen im Gemeindegebiet.

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