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Jagd auf Falschfahrer : Zwei Blitzer für den Marienplatz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt bereitet derzeit die Ausschreibung für die Anschaffung der Geräte vor

von
erstellt am 06.Mai.2015 | 21:00 Uhr

Der Titel „Verkehrsknotenpunkt“ gewinnt auf dem Marienplatz eine ganz neue Bedeutung: Das Durchfahrtverbot wird kontinuierlich ignoriert, so dass neben Bussen, Taxis und Straßenbahnen auch Rettungswagen, Lieferverkehr und private Autos sich den kleinen Platz mit durchschnittlich rund 50 000 Passanten und Fahrgästen täglich teilen müssen. Es grenzt fast an ein Wunder, dass es bislang noch zu keinen Unfällen gekommen ist.

Wohl deshalb zählt der Marienplatz für die Polizei nicht als Unfallschwerpunkt, werde aber gleichwohl auf Einhaltung des Durchfahrtsverbotes überprüft, wie Polizeisprecher Steffen Salow sagte (SVZ berichtete). Dennoch kündigte Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum gegenüber unserer Redaktion bereits an, weitere Gespräche mit der Polizei zu führen, um verstärktere Kontrollen des zentralen Platzes zu erreichen.

Denn: „Wir sehen nach wie vor gravierende Verstöße“, sagt der Ordnungsdezernent. „Durchschnittlich zehn Fahrzeuge ohne Sondergenehmigung ignorieren pro Stunde das Durchfahrtsverbot.“ Das sei auf Dauer nicht hinnehmbar. Deshalb soll das Kennzeichen-Lesegerät kommen – und zwar gleich im Doppelpack: Einer dieser Blitzer soll in der Goethestraße stehen, kurz vor dem Marienplatz, der andere in der Wismarschen Straße auf Höhe der Deutschen Bank. Der Vorteil: Während die Polizei nur bei freier Kapazität kontrollieren kann, ist der Blitzer rund um die Uhr im Einsatz.

Und so sollen die Blitzer funktionieren: Eine Software wird mit den Kennzeichen aller Fahrzeuge gespeist, die den Marienplatz queren dürfen. Fährt ein Auto am Blitzer vorbei, scannt dieser das Nummernschild, vergleicht im Bruchteil einer Sekunde die Buchstaben und Zahlen mit den Angaben in der Datenbank und löst dann bei Nicht-Übereinstimmung den Blitzer aus. Die Folge ist ein Bußgeld für den Halter. Da es sich um eine technische, computerbasierte Lösung handelt, bereitet derzeit die städtische SIS die Ausschreibung vor. „Wir wollen bis zum Sommer mit der Ausschreibung durch sein und auch Angebote vorliegen haben“, sagt Nottebaum. Nach der politischen Sommerpause soll dann die Entscheidung fallen und noch in diesem Jahr die Geräte aufgebaut werden. Die 150 000 Euro dafür sind im Finanzplan 2015 schon eingearbeitet.

Jede Menge illegale Durchfahrten: Immer mehr Schweriner fordern entschiedenes Eingreifen von Polizei und Ordnungsamt.

Posted by Zeitung für die Landeshauptstadt - News aus Schwerin & Umgebung on Mittwoch, 6. Mai 2015

 

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