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Bahnübergang Friedrichsthal / Bahnhof Gadebusch : Zwei Baustellen an einer Bahnstrecke

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Noch bis zum 4. November ist Groß Brütz "Umsteigebahnhof" für die Fahrgäste der Ola auf der Zugstrecke von Schwerin nach Rehna. Grund für die Einschränkungen im Bahnverkehr sind Bauarbeiten an den Gleisanlagen.

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2012 | 10:50 Uhr

Gross Brütz | Noch bis zum 4. November ist Groß Brütz "Umsteigebahnhof" für die Fahrgäste der Ola auf der Zugstrecke von Schwerin nach Rehna. Bis Groß Brütz rollen inzwischen die Züge wieder planmäßig. Wer nach Lützow, Gadebusch oder Rehna weiterfahren möchte, muss hier in Busse umsteigen. Auch in der entgegengesetzten Richtung gibt es Schienenersatzverkehr. Grund für die Einschränkungen sind Bauarbeiten an den Gleisanlagen. Die Bahn hat zwei kleinere Projekte an dieser Strecke gebündelt, die zeitgleich umgesetzt werden. So sollen die Behinderungen für die Reisenden auf der Schiene und auf der Straße so gering wie möglich gehalten werden. Insgesamt steckt die Bahn 1,1 Millionen Euro in den Erhalt der Bahnverbindung.

Projekt Nummer 1 ist Bahnübergang Schwerin-Friedrichsthal. Autofahrer auf der B 104 hatten es zu spüren bekommen: Beim Überfahren der Schienen holperte es mächtig. Denn die alten Platten zwischen den Gleisen lagen nicht mehr gerade. Um auch die Geschwindigkeit der Züge auf dem bisherigen Niveau halten zu können, entschied sich die Bahn in Friedrichsthal für den Bau eines modernen Bahnübergangs. Das Projekt wurde mit dem Straßenbauamt Schwerin abgestimmt. Kraftfahrer mussten deshalb am zurückliegenden Wochenende Friedrichsthal umfahren, die B 104 war am Bahnübergang voll gesperrt (SVZ informierte). Für die noch laufenden Arbeiten reicht eine halbseitige Sperrung mit Ampelregelung aus. Züge kommen an dieser Stelle wieder durch - bis Groß Brütz.

Projekt Nummer 2 ist der Neubau eines Bahnsteiges in Gadebusch. Der wird von Mitarbeitern des niedersächsischen Unternehmens EMS errichtet. Solange die Bauleute hier zu tun haben, kommt in Gadebusch kein Zug durch.

Der neue Bahnsteig wird eine Länge von 100 Metern und eine Breite von 2,5 Metern aufweisen. Hinzu kommt eine 45 Meter lange Zuwegung sowie eine kleine Wartehalle, damit Fahrgäste nicht im Regen auf den Zug warten müssen. Geplant ist zudem die Installation von neun Lampen.

"Es wird behindertengerecht gebaut", sagt Schachtmeister Christian Heeb. Das bedeutet, dass Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollator den Bahnsteig ohne Barrieren erreichen können. Darüber hinaus wird in Gadebusch ein Blinden-Leitsystem installiert. Bodenplatten mit Rillenprofil sollen Menschen mit Sehbehinderung einen Sicherheitsabstand zur Bahnsteigkante signalisieren. Die Spezialplatten werden 70 Zentimeter vor der Kante in den Boden gelassen. Die Bahn begründet die Investition in Gadebusch damit, dass der jetzige Bahnsteig nicht den Anforderungen einer modernen Infrastruktur entspräche. Geplant sei in Gadebusch zudem der Ausbau einer Weiche mit Einbau einer Tiefenentwässerung.

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