Kriminalität Schwerin : Zurück bleibt ein mulmiges Gefühl

<p>Auch bei Helmut Langenbach haben die Einbrecher zugeschlagen.</p>
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Auch bei Helmut Langenbach haben die Einbrecher zugeschlagen.

Gartenhäuser verwüstet – Besitzer bestohlen: In mehr als 30 Lauben des Vereins Erholung in der Weststadt wurde eingebrochen

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05. November 2015, 21:00 Uhr

„Das Schlimmste für mich ist, dass die Täter in meine Privatsphäre eingedrungen sind“, erzählt Vera Krey. Ihre Stimme klingt aufgeregt.  Ihr Blick ist traurig. „Ich bin fassungslos“, sagt die Schwerinerin. Ihre Augen wandern  durch das Innere ihrer Gartenlaube. Noch vor ein paar Tagen waren die Fenster eingeschlagen. Die Schränke und Schubladen durchwühlt. Das Gartenhaus war total verwüstet.  Wer es war, weiß die Rentnerin nicht. Doch sie vermutet: „Es waren Jugendliche.“ Die Polizei bestätigt dies allerdings nicht. „Die Ermittlungen laufen noch. Doch es ist davon auszugehen, dass  mindestens zwei Täter  am Werk waren“, so Polizeisprecher Steffen Salow. 

In der vergangenen Woche wurde in  mehr als 30 Lauben des Gartenvereins Erholung eingebrochen. Die Polizei rechnet mit einem Gesamtschaden von rund 25000 Euro. „Ich denke, die Schadenshöhe wird sich weiter erhöhen“, sagt Nicolas Schlegel, Vorsitzender des Vereins. Denn: Allein die Kosten für die aufgebrochenen Türen, die eingeschlagenen Scheiben und die Graffiti würden diese Summe übersteigen, schätzt Schlegel. Dazu kommen die Gegenstände, wie Schmuck und Werkzeug, die geklaut wurden.

„Ich bin froh, dass die Fenster wieder dicht sind“, so Krey. Sie hofft, dass die Täter schnell gefunden werden. Die Polizei arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung. „Wir konnten  Fußeindruckspuren und Fingerabdrücke sicherstellen“, so Salow. Die Kleingärtner würden nun Aussagen machen. Außerdem werden Zeugen gesucht. Wer was wisse, was beobachtet habe oder wem das Graffito bekannt vorkomme, solle sich bei der Polizeidirektion Schwerin melden. 

„Nun bleibt trotzdem das mulmige Gefühl. Hier waren unbefugt Leute in unserer Laube. Sie sind in unsere Privatsphäre eingebrochen. Haben alles durchwühlt. Damit müssen wir nun erstmal klarkommen“, sagt Vera Krey mit bedrückter Miene.

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