Zum Museumsfest gab es frisches Brot

Im Staatlichen Museum stellte Dr. Karin Möller ausgewählte Elfenbein-Kunstwerke aus der Zeit Herzog Christian Ludwigs II. vor.
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Im Staatlichen Museum stellte Dr. Karin Möller ausgewählte Elfenbein-Kunstwerke aus der Zeit Herzog Christian Ludwigs II. vor.

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21. Mai 2012, 11:24 Uhr

Schwerin | Diese Gelegenheit wollte sich Erika Reichelt nicht entgehen lassen: Ein frisch gebackenes Brot aus einem historischen Steinofen bekomme man schließlich nicht alle Tage, sagte die Schwerinerin, die am gestrigen Museumstag aber nicht nur wegen des Brotes aus Sauerteig, Roggenmehl und Wasser ins Mueßer Freilichtmuseum gekommen war. "Ich schaue mir immer wieder gerne die Anlage an. Auf einer Bank, wie sie im Dorfschulgebäude steht, habe ich als Schülerin selbst gesessen", berichtete Reichelt.

In Mueß gab es am Sonntag aber noch mehr zu entdecken: Künstlerin Christiane Witt begrüßte die Gäste in der Filzwerkstatt des Museums, Fischer Nils Hamann chauffierte Interessierte mit dem Reusenkahn zur Insel Kaninchenwerder und Gartenfachfrau Andrea Franiel bot eine Führung durch den Dorfschullehrergarten an. Auch ein Bummel durch die Kunstkaten-Aus stellung "Lichtspiele für die Heimat - Die städtischen Filmtheater im Krieg" war möglich.

Unter dem Motto "Welt im Wandel - Museen im Wandel" stand in diesem Jahr der Internationale Museumstag, an dem sich selbstverständlich auch das Staatliche Museum beteiligte. "Im Mittelpunkt unseres Programms steht die aktuelle Bloemaert-Ausstellung", erläuterte Museumssprecherin Heidemarie Otto. "Wir nutzen den Museumstag aber auch, um unseren Gästen neue Projek te vorzustellen." So präsentierte Museumspädagogin Birgit Baumgart ein deutschlandweit beispielgebendes "Lesetasthörbuch", das auch blinden und sehbehinderten Menschen einen erlebnisreichen Museumsbesuch ermöglichen soll. Dr. Karin Möller führte Gäste des Museumstages zu Kunstschätzen aus Elfenbein aus der Zeit Herzog Christian Ludwigs II., der Sammler Christoph Müller sprach über geschenkte und versprochene Werke für Schwerin, und einen Einblick in die Fluxu s-Kunst von Robert Filiou gab Anna -Thea Stöß.

Beim Museumsfest ebenfalls mit von der Partie waren gestern das Schlossmuseum, das Mecklenburgische Ei senbahn- und Technikmuseum am Hauptbahnhof, das Kunst-Wasser-Werk in Neumühle, das Schweriner Flip permuseum in der Friesenstraße und das Schleswig-Holstein-Haus in der Puschkinstraße. Insgesamt zählten die Organisatoren über den Tag verteilt rund 1500 Besucher .

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