Schimmelbefall in Schwerin-Süd : Zulassungsstelle wieder geöffnet

Offene Tür bei der Zulassungsstelle in Süd. Von heute an sind die Mitarbeiter wieder für die Bürger da.
Offene Tür bei der Zulassungsstelle in Süd. Von heute an sind die Mitarbeiter wieder für die Bürger da.

Gebäude in Schwerin-Süd musste nach Schimmelpilzbefall gereinigt werden – Arbeiten dauern bis nächste Woche an

svz.de von
06. April 2017, 05:00 Uhr

Die gute Nachricht vorweg: Ab heute hat die Kfz-Zulassungsstelle und Führerscheinstelle in Süd wieder geöffnet. Die Schweriner und die Bürger aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim können dort wieder ihre Autos anmelden, Kennzeichen beantragen, um Umwelt- und Feinstaubplaketten bitten oder auch einen Umzug melden sowie alle Fragen rund um den Führerschein klären. Wegen Schimmelbefalls unterm Dach war die Behörde seit Donnerstag geschlossen.

Bereits gestern stand die Tür des Gebäudes in der Otto-Hahn-Straße 3 offen. Im Innern wurde eifrig gewerkelt, es roch nach Reinigungs- und Putzmitteln, ein frischer Zitrusduft lag in der Luft. Kein Wunder, denn die Zulassungsstelle wurde nach der Schadensbehebung ausführlich gereinigt.

Das Gebäude in der Otto-Hahn-Straße wurde 1994 erbaut, ist seitdem im Besitz der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS), gemietet vom Landkreis und der Landeshauptstadt. „Im vergangenen Sommer haben wir ein Loch im Dach entdeckt und repariert – leider nicht rechtzeitig“, so Peter Majewsky von der WGS. Schimmel habe sich gebildet, vier Flecken seien aufgetaucht, auch im Schalterraum. Die Schäden sind nun soweit behoben, dass die 20 Mitarbeiter wieder zurück an den Schreibtisch dürfen. „Die Arbeiten werden aber nach Betriebsschluss noch andauern und wahrscheinlich erst nächste Woche abgeschlossen werden“, so Majewski.

Die Schließung der vergangenen Tage war notwendig geworden, weil bei den Arbeiten Mittel eingesetzt wurden, die gesundheitsgefährdend sein können. „Wir haben eine Spezialfirma beauftragt, den Schaden zu beheben“, erklärt Andreas Bonin, Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Für die nötigen Papiere mussten Bürger und auch Autohändler, die die Anmeldung für ihre Kunden übernehmen, in den vergangenen Tagen die Bürgerbüros in Parchim, Hagenow oder Ludwigslust nutzen. Ein Umweg, den beispielsweisde für das Autohaus Fetchenheuer der Zulassungsdienst Sperling übernimmt. „Deren Mitarbeiter kommen jeden Morgen zu uns und sammeln die Unterlagen ein“, sagt Torsten Fetchenheuer. „Natürlich ist der weitere Weg mit erheblich mehr Kosten für uns verbunden.“ Der Geschäftsführer des Autohauses versichert aber, die Mehrausgaben nicht auf die Kunden umzulegen. Und für die hat sich – wie auch bei denen anderer Autohäusern – die Schließung der Zulassungsstelle nicht negativ ausgewirkt, ergab eine kleine SVZ-Umfrage unter Autohändlern.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen