Pläne sollen bis September vorliegen : Zukunftskonzept für Stadtbibliothek in Planung

Sanierung, Neubau oder Umzug: Für die Zukunft der Stadtbibliothek muss die Verwaltung der Stadtvertretung bis September Vorschläge unterbreiten. Foto: Reinhard Klawitter
Sanierung, Neubau oder Umzug: Für die Zukunft der Stadtbibliothek muss die Verwaltung der Stadtvertretung bis September Vorschläge unterbreiten. Foto: Reinhard Klawitter

Bis zur Beratung der Stadtvertreter nach der Sommerpause muss die Oberbürgermeisterin ein Zukunftskonzept für die Stadtbibliothek vorlegen. Das haben die Kommunalpolitiker am Montagabend mehrheitlich beschlossen.

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02. Mai 2012, 12:18 Uhr

Schwerin | Bis zur Beratung der Stadtvertreter nach der Sommerpause muss die Oberbürgermeisterin ein tragfähiges Zukunftskonzept für die Stadtbibliothek vorlegen. Das haben die Kommunalpolitiker am Montagabend mehrheitlich gegen die Stimmen der Linksfraktion beschlossen. Was sich nach einer Ablehnung einer Entwicklung der Schweriner Bibliothek mit ihren derzeit drei Standorten durch die Linken anhört, hatte lediglich taktische Hintergründe im Sinne der Verwaltungschefin. Angelika Gramkow will - wie auch die Linksfraktion - ebenfalls ein Zukunftskonzept, da der Hauptsitz der Stadtbibliothek in der Wismarschen Straße den statischen Anforderungen schwerer Bücherregale nicht mehr standhält. Doch Gramkows bisherige Vorstöße zur Verbesserung der Situation scheiterten kläglich.

Ihr Alleingang, einen teuren Mietvertrag für den ehemaligen C&A-Sitz in der Mecklenburgstraße abzuschließen, beendete sie selbst, nachdem deutlicher Gegenwind aus der Politik gekommen war (SVZ berichtete). Auch ihre bisherigen Aussagen, das Hintergebäude der Bibliothek für weit mehr als zehn Millionen Euro sanieren zu wollen, hat sie aktuell nicht wieder aufgenommen. Am Montag nun, nachdem die Fraktionen von CDU/FDP, SPD-Grüne und Unabhängigen Bürgern gemeinsam per Antrag ein Bibliothekskonzept einforderten, wartete die Linksfraktion mit einem ähnlich lautenden Antrag auf. Das Ziel war offenkundig jedoch ein anderes: Per Verweis in die Fachgremien sollten die Stadtvertreter selbst dieses Konzept erarbeiten.

Die Mehrheit der Stadtpolitik sah das anders - und bremste Linke und OB aus. Nun muss die Verwaltung bis zum 3. September zum einen die Arbeit der Stadtbibliothek analysieren - Fläche, Profil und Öffnungszeiten sollen dabei ebenso eine Rolle spielen wie das veränderte Nutzungsverhalten. Schließlich würden in der gemeinsam mit Wismar organisierten Online-Ausleihe auch immer mehr so genannte E-Books nachgefragt - Bücher, die per Internet auf ein Lesegerät geladen und dort für eine bestimmte Zeit gelesen werden können.

Darüber hinaus gelte es zu klären, welche Struktur der Standorte nötig sei, welchem Bedarf die Bibliothek gerecht werden müsse, wie die Nutzungsgebühren gestaltet werden müssen und ob eine Kooperation mit der Landesbibliothek oder eine Zusammenlegung mit dem Stadtarchiv sinnvoll wären. Mehrere Stadtpolitiker sprachen sich dabei auch dafür aus, dass die Verwaltung bei Bedarf externen Sachverstand hinzuziehen sollte, um fachkundige Gutachten zu erstellen.

Erst danach soll über Standorte der Bibliothek diskutiert werden. Auch dafür muss die Stadtspitze den Stadtvertretern bis September Alternativvorschläge machen.

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