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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. November 2017 | 15:08 Uhr

Selbsteinschätzung : Zukunft liegt in eigenen Händen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Brüsewitzer geben sich bei der Selbsteinschätzung 78 von 100 Punkten – und wissen nicht, was das Votum wert ist

von
erstellt am 09.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Die Brüsewitzer gehören zu den Nachsitzern. Doch sie sind nicht die letzten Gemeindevertreter, die die vom Innenministerium geforderte Selbsteinschätzung nach dem Leitbildgesetz erst jetzt beschlossen haben. Bis zum 31. Oktober sollte jede Kommune anhand eines komplizierten Frage- und Punktekataloges einschätzen, ob sie zukunftsfähig ist.

Die Brüsewitzer kamen am Ende der umfangreichen, wochenlangen Rechenarbeit auf 78 von 100 möglichen Punkten. „Im Grunde genommen ging es darum, mehr als 50 Punkte zu erreichen, denn mit weniger sieht es schlecht aus“, schätzt Bürgermeister Manfred Dutz ein. Für die mehr als 2000 Einwohner zählende Gemeinde Brüsewitz mit dem Gewerbeareal und weitern Betrieben, mit einem Dutzend aktiver Vereine, mit Grundschule, Kita, Ärzten im Dorf, mit einer aktiven, politisch bunt zusammengesetzten Gemeindevertretung kein Problem. Für den stellvertretenden Bürgermeister Steffen Meyer ist ohnehin klar, dass eine aktive Dorfgemeinschaft der beste Garant für die Zukunftsfähigkeit ist.

Die Brüsewitzer Kommunalpolitiker fragten sich, was jetzt aus dieser Selbsteinschätzung wird. Denn bislang steht die Aussage der Landesregierung, dass es zu keinen Zwangsehen bei den Gemeinden kommen soll. Und der vorgegebene, enge Bewertungsrahmen spiegelt längst nicht den Raum für Entwicklungen wider. „Unser größtes Problem bislang ist die Beschränkung beim Bauen“, blickt Dutz zurück. Denn als Gemeinde im Stadt-Umland-Raum von Schwerin hat da nicht nur der Regionale Planungsverband, sondern auch die Stadt Schwerin ein direktes Mitspracherecht. Doch zum Glück habe es dort jetzt Fortschritte und eine Einigung gegeben, dass die Brüsewitzer bis 2020 immerhin 39 Wohnungen neu bauen dürfen. „Damit ist das Projekt für das Generationen übergreifende Wohnen in Brüsewitz abgesichert. Im kommenden Jahr sollen die Baupläne für Wohnhäuser für junge Familien, altersgerechte Wohnungen und betreutes Wohnen mit Pflegeelementen aufgestellt werden. „Da ist nicht nur die Nachfrage groß, das Projekt hat für uns zukunftsweisenden Charakter“, betont Dutz.

So bewerten sich die Kommunen

Amt Lützow-Lübstorf:

Alt Meteln 75, Brüsewitz 78, Cramonshagen 68, Dalberg-Wendelstorf 75, Gottesgabe 70, Grambow 48, Klein Trebbow 71, Lübstorf 75, Lützow 73,

 Pingelshagen 80, Pokrent 71, Schildetal 66

Amt Stralendorf: Dümmer 76, Klein Rogahn 68, Pampow 82, Schossin 62, Stralendorf 82, Warsow 79, Zülow 51

Amt Ludwigslust-Land:

 Uelitz 55, Lübesse 77,

Rastow 82, Sülstorf 73,

Wöbbelin 81, Groß Laasch 73

Amt Crivitz:  Banzkow  82, Bülow 56, Cambs 82, Stadt Crivitz 81, Demen 78, Dobin am See 74, Friedrichsruhe 58, Gneven 73, Langen Brütz 68, Pinnow 79, Plate 77, Raben Steinfeld 77, Sukow 75, Tramm 61, Zapel 72.

In einigen Gemeinden steht die Abstimmung noch aus.

 

 

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